11. September 2013

Dredd

© Universum
Regie: Pete Travis
Land / Jahr: USA, Großbritannien, Indien, Südafrika 2012












In einer dystopischen Gesellschaft leben 800 Millionen Menschen in der gigantischen Stadt Mega City One. Für Recht und Ordnung sorgen die Judges, die Polizisten, Richter und Henker in einer Person sind. Dredd (Karl Urban) bekommt eine neue Anwärterin auf den Job eines Judge namens Anderson (Olivia Thirlby), die psychische Fähigkeiten hat. Zusammen wollen seinen einen gewöhnlichen Auftrag in einem Hochhaus mit 200 Stockwerken erledigen. Doch ihr Ziel ist ein Mitarbeiter von Ma-Ma (Lena Headey), einer grausamen Gangführerin, die das Gebäude abriegeln lässt und die Köpfe des Judges verlangt...
Zwar ist der erste Film zum "Judge Dredd"-Comic mit Sylvester Stallone im Jahr 1995 schon ziemlich gefloppt, doch im Zuge des Comic-Booms versuchte man einen neuen Anlauf. Zugegeben, das Budget von 35 Millionen ist für einen Film dieser Art heutzutage richtig schmal bemessen, aber die Einspielergebnisse in den Staaten lagen bei knapp 14 Millionen Dollar - also wiedermal ein dickes Verlustgeschäft mit den dreifaltigen Cops. Wahrscheinlich lag der Misserfolg an dem Fehlen einer Hollywoodgröße, denn keine Rolle wurde prominent besetzt. Selbst Karl Urban in der Hauptrolle des Dredd hätte man durch einen x-beliebigen Bodybuilder ersetzen können, denn außer der Mundpartie sieht man ohnehin NICHTS von ihm. Er trägt in jeder einzelnen Szene des Filmes den Helm. Das mag die Comicpuristen erfreuen, die Charakterisierung wird damit aber im Keim erstickt. Im Kampf durch das Megahochhaus fühlt man sich leicht an den mitreißenden "The Raid" erinnert, doch dessen Klasse wird keineswegs erreicht. Die Szenen, in denen die Superdroge "Slo-Mo" alles in Zeitlupe versetzt, sind für das kleine Budget mit knalligen Farben gut umgesetzt. Die Action ist kompromisslos, durch den hohen Einsatz von CGI-Blut allerdings dennoch relativ harmlos. Unterhaltung ohne Langweile bietet der Film zwar, doch es fehlt ihm einfach an allen Ecken und Enden an Originalität und Klasse. Für Freunde von humorlosem Geballer ein netter Zeitvertreib.

Fazit: 55 %

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