8. September 2013

Jack and the Giants

© Warner
Regie: Bryan Singer
Land / Jahr: USA 2013












Jack (Nicholas Hoult) ist ein einfacher Bauernjunge, der als Kind die Legende über das Reich der Riesen liebte. Dieses sei nur über eine Bohnenstange erreichbar, die aus mächtigen Zauberbohnen wachsen kann. Als er eines Tages Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) Obdach auf ihrer Flucht bieten will, gerät alles außer Kontrolle. Eine Bohnenstange wächst in den Himmel und mit ihr wird die Prinzessin in das sagenumwobene Riesenreich getragen. Während Jack sich auf den Weg macht sie zu retten, haben die Riesen noch eine Rechnung mit den Menschen offen...
Richtig teure Fantasy-Action Filme kommen mittlerweile im Zweiwochentakt in die Kinos. Während die Zuschauer langsam dessen satt werden, steigen die Budgets trotzdem immer weiter an. "Jack and the Giants" hat bombastische 195 Millionen Dollar gekostet und konnte die horrende Summe nicht einmal im Ansatz wieder einspielen. Dabei gehört er noch zu den besseren Filmen dieser Art, denn Regisseur Bryan Singer gelang es dem CGI überfrachteten Spektakel eine gehörige Portion Charme zu verpassen. Viele Probleme lösen die ordentlich gezeichneten und gespielten Figuren mit Köpfchen - ein weiterer Pluspunkt. Nicht mit Köpfchen löst aber Singer selbst das letzte Drittel des Filmes, denn die große Schlacht am Ende wirkt erzwungen. Das Abenteuer hätte nach dem Herabsteigen der Protagonisten aus dem Himmel enden sollen. Es ist schon traurig, wenn die teuersten Szenen eines Filmes die überflüssigsten sind. Die Quitting gab es von den Zuschauern, den mit 65 Millionen konnte nur ein Drittel der Produktionskosten in den Staaten wieder eingespielt werden. Selbst schuld! Dabei wandte man zusätzlich einen heutzutage gängigen Trick an, um die Menschen um noch einen extra Fünfer zu betrügen: 3D-Konvertierung. Diese gänzlich überflüssige Technologie wird, wie schon in den 1950er Jahren, spätestens in fünf Jahren niemanden mehr in die Kinos locken. Zudem sei noch angemerkt, dass die deutsche Fassung um circa 13 Sekunden gekürzt wurde. Dennoch ist der Film (auch ungekürzt) einem jüngeren Publikum zumutbar, da eine lockere Grundstimmung herrscht und Gewalt nur sehr dosiert gezeigt wird.

Fazit: 60 %

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