7. September 2013

Kiss the Coach

© Splendid
Regie: Gabriele Muccino
Land / Jahr: USA 2012












George (Gerard Butler) hat als ehemaliger Fußballprofi nicht alles richtig gemacht. Er steht nicht nur als armer Schlucker ohne Job da, auch seine Exfrau Stacie (Jessica Biel) und seinen Sohn Lewis (Noah Lomax) sieht er nur selten. Als er Lewis bei seinem Fußballtraining beobachtet und mit guten Ratschlägen zur Seite steht, findet er sich plötzlich als Coach der Kindermannschaft wieder. Das scheint nicht nur Stacie, sondern auch den anderen verzweifelten Müttern gut zu gefallen...
Eigentlich hat diese seichte Schmonzette in keiner Szene das Kaliber eines Kinofilms, sondern eher einer TV-Produktion. Dass der Film dann doch auf der großen Leinwand zu sehen war, hängt mit der Vielzahl an hochrangigen Hollywooddarstellern zusammen, die man merkwürdigerweise überzeugen konnte mitzumachen. Neben Gerard Butler und Jessica Biel sind noch Uma Thurman, Catherine Zeta-Jones und Dennis Quaid in gar nicht so kleinen Nebenrollen zu sehen. Für die Protagonisten wird auch der Großteil des 35 Millionen-Budgets draufgegangen sein. Trotz all dieser bekannten Gesichter hat sich der Film zu einem großen Flop entwickelt, spielte er in den USA gerade ein Drittel seiner Kosten wieder ein. Kein Wunder, denn die Handlung ist zu jedem Zeitpunkt absehbar, die Probleme von George wirken total konstruiert, Carl (Dennis Quaid) hat lediglich die Funktion immer wieder Wendungen einzustreuen, nach fünf Minuten weiß jeder Zuschauer wie der Film ausgehen wird. Alle Figuren sind Abziehbilder, Originalität wurde nahezu auf Null gestellt. Peinlichkeiten wurden glücklicherweise, selbst bei den meisten Gags, ausgelassen, sodass der Film sogar ein paar kleine Schmunzler ernten kann. Langeweile kommt selten auf, da aber jeder Zuschauer nach wenigen Minuten weiß, worauf er sich einlässt, bleibt auch die große Verärgerung weg. Das Fußballthema wird allerdings nur als Randerscheinung behandelt.

Fazit: 40 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen