26. September 2013

Wir sind die Millers



© Warner

Regie: Rawson Marshall Thurber
Land / Jahr: USA 2013












Dem Drogendealer David (Jason Sudeikis) klauen Gangstern seinen kompletten Stoff sowie die Einnahmen. Jetzt steht er bei dem Syndikatsboss Brad Gurdlinger (Ed Helms) mit 43.000 Dollar in der Kreide. Doch Brad hat einen guten Plan: David soll eine „klitzekleine“ Menge Marihuana aus Mexiko über die US-Grenze schmuggeln und bekommt sogar noch etwas Geld dafür. Für eine bessere Tarnung stellt sich David eine Fakefamilie zusammen: Die Stripperin Rose (Jennifer Aniston) spielt seine Frau, die Rumtreiberin Casey (Emma Roberts) seine liebe Tochter und der Trottel Kenny (Will Poulter) seinen Sohn. Zusammen sind sie die Millers und bald Schmuggler von tonnenweise Gras...
„Wir sind die Millers“ lebt von seinen völlig überzeichneten Figuren, die von einer skurrilen Situation in die nächste tappen. Dabei gelingt es Regisseur Rawson Marshall Thurber, das seine dämlichen, aber herzensguten Protagonisten beim Publikum gut ankommen. Sicherlich ist die Handlung nicht besonders innovativ, dafür wird aber ein ordentliches Gagfeuerwerk gezündet. Viele Jokes treffen ins Schwarze und sind, obwohl gelegentlich die Grenze des guten Geschmacks übertreten wird, richtig lustig. Dicker Minuspunkt ist aber das billig ins Drehbuch geschriebene Verfolgungskommando, das die Schmugglerfamilie verfolgt. Die Killer sind gänzlich überflüssig, die Szenen mit ihnen wirken arg konstruiert. Einfach völlig unnötig. Einige Gags wirken ebenso erzwungen. So ist die Stripszene in der Autowerkstatt zwar eine witzige Idee, ebenso wie die darauffolgende Flucht, aber hier hätte auch ein bisschen mehr Logik folgen können. Trotz zahlreicher Übertreibungen, blödsinniger Wendungen und vieler krampfhaft integrierter Szenen, sorgt der Film für viele Lacher und eine fröhliche Stimmung. Würde man die guten Gags und die witzigen Charaktere von der Handlung subtrahieren, bliebe allerdings nicht mehr viel übrig. Kaum Hirn, aber viel Charme.

Fazit: 50 %

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