16. Oktober 2013

Rush - Alles für den Sieg

© Universum


Regie: Ron Howard
Land / Jahr: USA, Deutschland, Großbritannien 2013












Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth) haben eigentlich nichts miteinander gemein, außer, dass sie beide fanatische Rennfahrer sind. Lauda ist zielstrebig und eiskalt, Hunt ein Draufgänger mit Hang zum Risiko. In den 70er Jahren liefern sich die beiden dramatische Duelle um die Weltmeistertitel in der Formel 1.
Ron Howard kann richtig gute Filme machen, doch er schießt auch mal gerne weit daneben. "A beautiful Mind" und "Das Comeback" gehören zu seinen besten Werken. Mit "Rush" versucht sich der Amerikaner an der Formel 1, der Sylvester Stallone mit "Driven" schon einen richtig schlechten Film widmete. Doch "Rush" ist ganz anders. Getragen wird der Film nicht von den fantastischen Sets und der sehr dezidiert ausgearbeiteten akuraten Wiedergabe der historischen Geschehnisse, sondern von den beiden Hauptdarstellern. Sowohl Brühl, als auch Hemsworth liefern ihre vielleicht beste Leistung ab und spielen ihre exzentrischen Figuren glaubhaft und menschlich. Howard gelingt es dem Film eine unterhaltsame Atmosphäre zu verpassen, ohne dabei jemals ins Alberne abzudriften. Die Dialoge sind ausgezeichnet, die Handlung sehr straff inszeniert. Howard fängt den Zeitgeist der Mittsiebziger perfekt ein und liefert ein Werk, dass eine ausgezeichnete Mischung aus Herz und Hirn ist. Neben der fantastischen Musik, ist vor allem auch die Kameraarbeit ausgezeichnet. Ein Film, der sich auf einige Oscarnominierungen Hoffnungen machen kann. Geschichte sehr gut umgesetzt. Lediglich ein paar kleine historische Details hätte man genauer beleuchten können, wie zum Beispiel Laudas Verhältnis zu seiner Familie.

Fazit: 85 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen