13. Dezember 2013

Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich

© Koch Media


Regie: Roman Coppola
Land / Jahr: USA 2012












Charles Swan III (Charlie Sheen) ist ein erfolgreicher Grafikdesginer, doch nach der Trennung von seiner Freundin läuft sein Leben aus dem Ruder. Charlie verfällt immer mehr in eine Fantasiewelt, in der er die Trennung verarbeitet.
Es gibt verrückte Schauspieler, die famose Rollen spielen wie Marlon Brando und es gibt (besonders heutzutage) diejenigen verrückten Schauspieler, die sich einfach nur an ihrem Ruhm aus einem oder zwei Glückstreffern aufgeilen. Charlie Sheen ist der Prototyp der zweiten Sorte. Ein erfolgreiches Werk wie die Fernseh-Serie "Two and a half Man" und 17 Jahre vorher eine gute Performance in "Platoon" müssen für jahrlange filmische Verbrechen hinhalten, mit denen unwissende Zuschauer ausgebeutet werden. So auch in "Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich", dem kolossalen Fehltritt von Roman Coppola. Während Sheen eine ebenso schlechte Leistung abliefert, wie in allen Filmen der letzten Jahre in denen er mitgespielt hat, so wird Romans Einsatz als Regisseur durch den Erfolg seines genialen Vaters Francis Ford Coppola gerechtfertigt. Und Roman hat keinerlei künstlerisches Talent von dem Meisterregisseur geerbt. Er erzählt eine belanglose und uninteressante Geschichte ohne Witz und ohne jegliches Fünkchen Timing. Ein paar nette Ideen, ein straffer Schnitt und ein paar unerwartete Wendungen können dieses üble Machwerk vor dem Supergau retten. So unausgewogen und ohne jeglichen Charme kann nur die Zusammenarbeit von einem talentfreien Regie-Erbschleicher und einem geldgeilen Proleten-Schauspieler aussehen. Der Trip in Charlie Sheens Kopf wir in "Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich" zur Psychoanalyse auf unterstem Niveau.

Fazit: 25 %

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