11. Januar 2014

Escape Plan

© Concorde


Regie: Mikael Håfström
Land / Jahr: USA 2013












Ray Breslin (Sylvester Stallone) testet Gefängnisse auf ihre Sicherheit. Sprich: Er lässt sich inhaftieren, sucht nach Lücken im System und bricht dann aus. Da er sich einen Namen als Ausbruchstester gemacht hat, wird er von der CIA angeheuert, ein strenggeheimes Hochsicherheitsgefängnis zu testen. Doch aus dem Job wird eine tödliche Angelegenheit.
Stallone und Schwarzenegger in einem Film garantieren ein Maximum an Action. Zudem hat Stallone in "Lock Up" und "Flucht oder Sieg" schon Erfahrungen als Gefängnisinsasse. Erstaunlicherweise steht hier aber tatsächlich die Handlung im Vordergrund, die einige Kniffe zu bieten hat. Viele dieser Kniffe und Ideen sind aber derart konstruiert, dass sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Anfangs glaubt man noch, dass der Meisterausbrecher aus einem gewöhnlichen Gefängnis flüchten kann, doch das Panopticon mit seinen gläsernen Kabinen und weiteren Feinheiten lässt kaum logische und durchführbare Fluchtversuche zu.
Als wenn das nicht schon genug wäre, so wird zum Selbstzweck aus dem interessanten Geschäft eine Verschwörungsgeschichte mit vielen überflüssigen Wendungen, die die Aufmerksamkeit des Zuschauer strapazieren. Hier wollten die Autoren einfach zu clever sein - der Schuss ging nach hinten los.
Weiteres Problem sind die eindimensionalen Figuren. Es gibt eigentlich keinen rationalen Grund, warum der Gefängnisdirektor so ein mieses Schwein ist. Auch die mit Stars wie Vinnie Jones, Sam Neill oder 50 Cent besetzten Nebenrollen bleiben ziemlich blass. Wenigstens stimmt die Chemie zwischen den beiden Action-Urgesteinen.
"Escape Plan" hätte ein nettes 80er-Actionrevival werden können. So verstrickt sich der ungeschickte Regisseur Mikael Hafström, der 2003 mit "Evil" seinen einzigen wirklich guten Film gemacht hat, in viele uninteressante Nebenhandlungsstränge. Unterhaltung kommt aufgrund des sympathischen Duos aber dennoch auf. Völlig unverzeihlich ist aber die neue Synchro-Stimme von Schwarzenegger, bei der einiges an Flair verlorengeht. Da beide Darsteller eigentlich immer von Thomas Danneberg gesprochen werden, wollte man das Risiko nicht eingehen, der Zuschauer könnte dies merken. Eine richtig schlechte Entscheidung.

Fazit: 50 %

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