17. Februar 2014

Erbarmen

© NFP

Regie: Mikkel Norgaard
Land / Jahr: Dänemark, Deutschland, Schweden 2013












Kein Polizist der dänischen Mordkommission will mit Carl Morck (Nikolaj Lie Kaas) zusammenarbeiten, da er als sehr kompliziert gilt. So bekommt Morck eine ganz besondere Aufgabe: Er soll die Akten von ungelösten Fällen sortieren. Das Verschwinden einer berühmten Politikerin vor fünf Jahren geht ihm dabei nicht mehr aus dem Kopf und so rollt Carl die Ermittlungen noch einmal auf. . .
Skandinavische Krimis und Thriller sind schwer im Trend. In der Buchhandlung längst Standard, werden die Vorlagen gerne auf die große Leinwand gebracht. Da bot sich die Adaption eines der erfolgreichsten Werke von Dänemarks Top-Autoren Jussi Adler-Olsen an, dessen Bücher von Krimifans auf der ganzen Welt verschlungen werden.
Der dänische Kinostar Nikolaj Lie Kaas ("In China essen sie Hunde") spielt die Rolle des kaputten Polizisten Carl Morck, der sich von niemandem in seine Arbeit reden lässt. An seiner Seite ermittelt Fares Fares, der sich vor allem in den Komödien seines Bruders Josef Fares wie "Kops" oder "Jalla! Jalla!" einen Namen machen konnte. Nikolaj Lie Kass und Fares Fares bilden ein ungleiches und gerade deswegen interessantes Paar, denen ein paar mehr Reibungspunkte und eine detailliertere Charakterisierung aber dennoch nicht geschadet hätten.
Stattdessen geht es Regisseur Mikkel Norgaard aber vorrangig darum seine Kriminalgeschichte zu erzählen, der es an gutplatzierten und überzeugenden Wendungen nicht mangelt. Die Identität des Täters wird aber ein wenig zu früh preisgegeben, sodass leider etwas Spannungspotenzial leichtfertig verschenkt wird.
"Erbarmen" ist ein grundsolider Thriller mit einem wunderbaren Ermittlerpärchen. Da der Film aber kaum echte Höhepunkte bietet und auch die Spannung das Herz nicht schneller schlagen lässt, kommt er nicht darüber hinaus, besser als nur "ganz gut" zu sein. Ein begabterer Regisseur hätte mehr draus machen können. Der Titel "Erbarmen" wirkt allerdings generisch und lässt sich auch nicht aus den Geschehnissen auf der Leinwand ableiten.

Fazit: 65 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen