24. Februar 2014

Thor - The Dark Kingdom

© Walt Disney

Regie: Alan Taylor
Land / Jahr: USA 2013












Das Königreich Asgard wähnt sich in Sicherheit, doch eine uralte Bedrohung wächst zu neuer Stärke. Die Dunkelelfen unter ihren Anführer Malekith (Christopher Eccleston) wollen mittels des Äthers die Herrschaft an sich reißen.
Technisch gesehen gibt es nicht viel an "Thor - The Dark Kingdom" auszusetzen, das Kreaturendesign ist detail- und einfallsreich und weiß zu gefallen. Auch die Spezial Effekte sind hochqualitativ und lassen viele schöne Bilder zu. Leider ist der Film in vielen Szenen aber überfrachtet mit vielen feinen Computertricks, sodass die Handlung immer wieder ins Stocken gerät.
Interessant ist auch die Genrezugehörigkeit des zweiten Teils mit Marvels Donnergott. Glückerlicherweise ist der Film zu größten Teilen nicht in irdischen Sphären angesiedelt, da gerade die Szenen, die in unserer Welt spielen der größte Schwachpunkt der Geschichte sind. Immer wenn der Zuschauer sich in den fantasievollen Weiten Asgard wiederfindet wird die Illusion durch eine, oftmals sehr alberne, Episode in der irdischen Gegenwart gestört. Hinzukommt das unangebrachte und blödsinnige Verhalten der Menschen auf die Konfrontation mit den Fantasywesen zu Gunsten ein paar billiger Lacher.
Auch die Kräfteverteilung ist nicht wirklich durchdacht. In einer Szene zerlegt Thor sprichwörtlich ein gigantisches Monster mit einem lockeren Schlag aus dem Handgelenk, in einer anderen wird er von einer schwächer wirkenden Kreatur minutenlang halb tot geprügelt. Das mag vielleicht der Dramatik helfen, der Logik schadet es aber mindestens genauso stark.
"Thor - The Dark Kingdom" hat wirklich viele positive und negative Aspekte und punktet vor allem in optischen Belangen und ein gewisser Charme lässt sich auch nicht verleugnen. Allerdings rücken die spektakulären Spezial Effekte und übertriebene Materialschlachten, besonders im Finale des Filmes, die Handlung oft in den Hintergrund. Für Zwölfjährige ist der Film zudem viel zu düster geraten. Da der Spaßfaktor aber recht hoch ist und die Figuren sehr sympathisch sind, vergehen die knapp zwei Stunden recht schnell.
Warum der Film allerdings in Deutschland "Thor - The Dark Kingdom" heißt, während er in den Staaten unter "Thor - The Dark World" lief, ist ein Rätsel.

Fazit: 65 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen