30. April 2014

Blood Creek

© Universum

Regie: Joel Schumacher
Land / Jahr: USA 2009












Evan Marshall (Henry Cavill) hält seinen Bruder Victor Alan (Dominic Purcell) für tot, der als Soldat in den Krieg geschickt wurde. Umso überraschter ist Evan, als Victor ihm plötzlich begegnet und von Naziritualen und Folterungen auf einer nahegelegenen Farm erzählt. Die beiden Männer wollen dem okkulten Treiben mit Waffengewalt ein Ende setzen.
Joel Schumacher hatte schon jede Menge Hollywood-Moneten in der Hand und hat mit vielen Größen der Filmwelt zusammengearbeitet. Umso merkwürdiger kommt es daher, dass Schumacher sich nach dem 32 Millionen Dollar teuren "Number 23" und dem 70 Millionen Dollar schweren "Phantom der Oper" einem kleinen, niedrig budgetierten Horrorfilmchen widmet.
Ohne die üblichen Stars geht Schumacher daran, dem Zuschauer mit einem übermenschlichen Super-Nazi das Grauen zu lehren. Was dabei jedoch rausspringt ist eine unglaubwürdige Nazi-Mär, die nicht so ganz weiß ob sie nur Horrorfilm ist, da es auch viele sehr actionhaltige Szenen und kaum düstere Atmosphäre gibt. Die Geschichte mit dem untoten Super-Nazi weist derart viele Logiklöcher auf, dass es schon wundert, dass das Drehbuch so in die Produktion ging und nicht noch einmal überarbeitet wurde.
Einziger Lichtblick in dieser wirren und schlecht durchdachten Horrorgeschichte ist der Bösewicht, der von einem 2009 noch ziemlich unbekannten Schauspieler verkörpert wurde: Michael Fassbender. Sein Richard Wirth ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Horrorfilm-Killern. Sein modrig-fauliges Make-Up ist stimmig, die Computereffekte kommen jedoch billig daher.
"Blood Creek" ist ein Schnellschuss, der mit Nazi-Okkultismus ein wenig Geld generieren sollte. Der grobschlächtige Dominic Purcell landete später in den Fängen von Regisseur Uwe Boll, Henry Cavill und Michael Fassbender wurden zu Superstars. Was jedoch Schumacher bei diesem Projekt macht ist fragwürdig, hat er doch weder mit dem kleinen Budget noch mit dem Horror-Genre Erfahrungen. Das Resultat liegt irgendwo zwischen Joel Schumachers beiden schlechtesten Filmen: "Trespass" und "Batman & Robin".

Fazit: 25 %

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