26. April 2014

Getaway

© Wild Bunch

Regie: Courtney Solomon
Land / Jahr: USA, Bulgarien 2013












Der ehemalige Rennfahrer Brent Magna (Ethan Hawke) wird von einem Unbekannten (Jon Voight) zu zahlreichen riskanten Fahrmanövern mit einem gestohlenen Auto gezwungen, da dieser droht Brents Frau zu töten. Mit der eigentlichen Besitzerin des Autos (Selena Gomez) an seiner Seite will Brent seine geliebte Gattin retten.
"Getaway" ist ein Film ohne jeglichen Anspruch, der aber gar nicht versucht, diesen Makel zu kaschieren. In locker 70 der rund 90 Minuten Film zerstört Brent Magna mit seinem Wagen halb Sofia. Es geht Regisseur Courtney Solomon nicht darum eine tolle Geschichte mit vielen Wendungen zu erzählen, sondern nur um eines: Möglichst spektakuläre Verfolgungsjagden und halsbrecherische Autostunts auf die Leinwand zu bringen.
So gibt es in "Getaway" zwar viele sehr übertriebene Stunts, ganz so unglaubwürdig wie bei Filmen der "Fast & Furious"-Serie geht es aber zum Glück nicht daher. Es wird gerast und sinnlos kaputt gefahren, jede Menge Stadt und Auto geht dabei zu Bruch. Da der Film das Gaspedal konsequent durchtritt, kommt so keine Langeweile auf.
Leider war im Drehbuch nicht nur kein Platz für eine echte Geschichte, auch die Dialoge bewegen sich irgendwo im Bereich zwischen "Trashtalk" und "notwendig". Dabei schrieb man doch extra die Rotzgöre Selena Gomez ins Drehbuch, damit Ethan Hawke nicht alleine durch Sofia brausen muss. Doch Hawke + Gomez: das passt leider gar nicht. Die beiden wirken aufeinander wie Feuer und Wasser und das nicht im positiven Sinne.
Ohne echte Geschichte, mit flachen Figuren und eigentlich nur auf die gut gefilmten Rasereien durch Bulgariens Hauptstadt beschränkt ist "Getaway" die Geburt eines neuen filmischen Sub-Genres: "Speed-Porn". Und genau die Erwartungen, die man an einen Speed-Porn-Film hat werden erfüllt, sodass "Getaway" auf seine Art niveaulose Unterhaltung bietet.

Fazit: 35 %

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