19. April 2014

Ride Along

© Universal

Regie: Tim Story
Land / Jahr: USA 2014












Ben Barbers (Kevin Hart) größter Wunsch ist es Polizist zu werden. James Payton (Ice Cube), der Bruder seiner Freundin Angela (Tika Sumpter), ist ein knallharter Cop, hält aber nichts von seinem verweichlichten Schwager in spe. Um Ben zu zeigen, dass er nicht für den Beruf gemacht ist, nimmt James ihn einen Tag mit auf Verbrecherjagd.
Buddy-Cop-Filme gibt es wie Sand am Meer, doch in den wenigsten Streifen dieses Subgenres stimmt die Balance zwischen Action, Komödie und Story. So ist auch "Ride Along" im Ungleichgewicht. Dem unbeholfenen und ängstlichen Polizeianwärter Ben, der von Comedian Kevin Hart verkörpert wird, steht der Supercop James gegenüber, für dessen Coolness Ice Cube sorgt. Die Chemie zwischen den beiden ist stimmig, die Wortgefechte gefallen hin und wieder. Für die meisten Lacher sorgt der trottelige Ben, der einfach in jede Falle rennt, die auf seinem Weg liegt.
Völlig missraten ist aber die Alibi-Geschichte: James ist seit Jahren auf der Suche nach dem Superkriminellen Omar (Laurence Fishburne), den noch nie einer gesehen hat, der ungeschickte Ben hilft ihm dabei. Es wird eigentlich nichts erzählt, die Handlung ist so banal wie möglich und auch die Wendungen sind schlichtweg inakzeptabel und dümmlich. Das Niveau der Geschichte tendiert gegen Null, vieles ist an den Haaren herbeigezogen.
Ebenso belanglos ist die Action. Sie wirkt größtenteils erzwungen und ist fast genauso ideenarm wie der Plot. Bei den Schießereien sterben natürlich nur die Bösen, die Verfolgungsjagten sind unmotiviert und lassen bestenfalls den Puls eines Kindes nach oben schnellen. Die meisten Actionszenen haben keine Existenzberechtigung und sind nur zum Selbstzweck ins Drehbuch geschrieben worden, um ein wenig Abwechslung zu den Comedy-Szenen zu bieten.
"Ride Along" ist inhaltlich und in seinen rasanteren Szenen völlig ideenfrei, für das Grundgerüst des Drehbuchs wurde mit Sicherheit kein ganzer Tag aufgewendet. Kleines Licht am Ende des sehr düsteren Tunnels sind aber die Dialoge und die kleinen Gags. Es gibt immer mal wieder was zu lachen, die Wortgefechte zwischen Ben und James halten ein wenig bei Laune. "Ride Along" ist als Komödie akzeptabel, als Actionfilm ganz schwach.

Fazit: 35 %

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