31. Mai 2014

Buddy

© Warner

Regie: Michael Herbig
Land / Jahr: Deutschland 2013












Eddie Weber (Alexander Fehling), der Erbe einer großen Getränkefirma, bekommt im Leben eigentlich alles, was er will. Als er dann plötzlich auf seinen Schutzengel Buddy (Michael Herbig) trifft, kommt er mit der Situation nicht klar. Dabei meint es Buddy nur gut und gibt ihm nützliche Tipps - auch in Liebesangelegenheiten.
Michael Herbig, besser bekannt als "Bully", versucht sich mal an einer Romantik-Komödie. Keine schlechte Idee prinzipiell, schließlich scheffeln Til Schweiger und Matthias Schweighöfer auf diese Weise schon seit Jahren Geld. Sich selbst addiert Herr Herbig noch als komödiantischen Faktor hinzu, darf er als Engel seinen Schutzbefohlenen doch permanent ärgern.
Von der Erzählstruktur erinnert "Buddy" sehr stark an Helmut Dietls Misserfolg "Zettl", denn auch Herbigs Komödie ist ein großes Chaos mit haarsträubenden Wendungen. Dieses Durcheinander resultiert aus dem peinlichen Drehbuch, das auch aus Herbigs Feder stammt. Was da an Banküberfällen, Flashmob-Auftritten und anderen überzogenen Schwachsinnigkeiten angeboten wird, ist eine Frechheit. Herbig hat seinen Film auf Spektakel angelegt, Herz und Verstand kommen zu kurz.
Auch der Schutzengel ist prinzipiell überflüssig. Sprich: Der Film hätte mehr Qualität, wenn man die Hauptfigur rausgelassen hätte. Eine nicht ganz so alberne, nicht ganz so aufdringlich bunte und laute und nicht ganz so nervige Liebeskomödie wäre besser gewesen, als dieses wenig gelungene Kitschexemplar eines Spielfilms.
"Buddy" strapaziert die Nerven mit seiner völlig dämlichen Handlung, die von einer unglaubwürdigen Szene in die nächste rennt. Zwar kann Herbig hin und wieder kleine Lacher ernten, doch "Buddy" ist weder lustig genug, noch funktioniert er als Romanze. Nicht ganz so schlecht, wie die Schweighöfer-Filme, aber schon verdammt nah dran.

Fazit: 35 %

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