6. Mai 2014

Canyons, The

© New KSM

Regie: Paul Schrader
Land / Jahr: USA 2013












Jung-Producer Christian (James Deen) kommt langsam dahinter, dass seine Freundin Tara (Lindsay Lohan) ein Verhältnis mit Ryan (Nolan Gerard Funk) hat, den er in seinem neuen Film als Haupdarsteller besetzt hat. Da Christian sich in seinem Ehrgefühl extrem verletzt fühlt, fällt seine gnadenlose Rache umso perfider aus.
Als Regisseur Paul Schrader, der Richard Gere als "American Gigolo" zeigte, das Drehbuch stammt von Bret Easton Ellis, dessen Buch "American Psycho" über den durchgeknallten Upper-Class-Killer Patrick Bateman ein Riesenerfolg war, und auf der Leinwand Enfant terrible Lindsay Lohan an der Seite von James Deen, der schon in einem Quantum Pornofilmen im vierstelligen Bereich spielte. Das hört sich nach einer extrem explosiven Mischung mit einer Menge Konfliktpotenzial an...
Doch manchmal kommt es aber anders als man denkt, denn "The Canyons" ist ein zäher Sex-Thriller mit zwei Pseudo-Darstellern. Nur 250.000 Dollar soll der Film gekostet haben - dafür gibt es in Deutschland noch nicht einmal einen schnulzigen TV-Film. Paul Schrader bekommt für das geringe Budget immerhin eine düstere Geschichte aus der Feder eines Genre-Spezialisten und einen gefallenen Hollywood-Star.
Eigentlich hat Ellis' Story sogar Potenzial, wird aber von Schrader ziemlich verhunzt. Der bissige Thriller wird in vielen Szenen zum lahmen Drama, auch die zahlreichen, nur vereinzelt expliziten, Sexsequenzen erzählen eigentlich nichts und sollen dem Film nur seine unverdiente Aufmerksamkeit erregen. Pornodarsteller James Deen spielt eigentlich gar keine echte Rolle, sondern nur sich selbst und die Lohan kommt ziemlich lahm daher.
Unter dem Strich gibt es einen unterdurchschnittlichen Erotik-Thriller, der größtenteils aus bedeutungslosen Dialogen besteht, die in schicken Häusern vorgetragen werden. Spannung kommt leider nur wenig auf, was an den mageren Darstellerleistungen oder auch an den überflüssigen Sex-Szenen liegen könnte. Nicht langweilig, aber langatmig.

Fazit: 40 %

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