3. Mai 2014

Grand Budapest Hotel

© 20th Century Fox

Regie: Wes Anderson
Land / Jahr: USA, Deutschland 2014












Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) ist Concierge im renommierten Grand Budapest Hotel zu dessen Hochzeit in den 30er Jahren und bei allen Gästen stets beliebt. Da er sich auch hin und wieder mal mit den älteren Damen einlässt ist es nicht verwunderlich, dass ihm die verblichene Madame D. (Tilda Swinton) ein extrem wertvolles Gemälde mit dem Titel "Junge mit Apfel" hinterlässt. Diese Erbschaft bringt einige ungewöhnliche Ereignisse ins Rollen...
Bunt, ausgeflippt, einfallsreich - all das trifft eigentlich immer auf die Filme von Wes Anderson zu. Auch gibt es immer extrem viele Figuren, die standesgemäß von echten Hollywood-Größen gespielt werden. "Grand Budapest Hotel" hat all dies was man schon von anderen Wes-Anderson-Filmen gewohnt ist und setzt allem noch eins drauf. Hier glänzt in jeder Szene mehrfach Oscargold, jede noch so kleine Rolle ist hochkarätig besetzt.
Gedreht wurde wieder in Hollywoods Lieblingsstadt in Deutschland, dem kleinen Görlitz, das den liebevollen Spitznamen "Görliwood" trägt. Für den perfekten Wes-Anderson-Look sorgt aber der Meister persönlich. "Grand Budapest Hotel" ist knallig und schräg, die Geschichte ungewöhnlich und mit Unmengen origineller Details ausgeschmückt.
Und so nimmt das Treiben seinen Lauf. Die eigentlich eher dramatischer Geschichte ist, wie erwartet, durchzogen von einigen komödiantischen Momenten. Im Vergleich mit Andersons anderen Werken wie "Moonrise Kingdom", "Der fantastische Mr. Fox" oder "The Royal Tenenbaums" hat das Prunkhotel aber etwas weniger Lacher parat, die Atmosphäre ist aber ebenso grundfröhlich wie die Vorgänger.
"Grand Budapest Hotel" ist noch ein Tacken bunter, schräger und starträchtiger als alle Wes-Anderson-Filme vor ihm, doch mehr heißt nicht unbedingt besser. Wer die anderen Filme des Amerikaners mochte, der wird auch im "Grand Budapest Hotel" wieder einen wunderbaren Kino-Urlaub erleben. Ein einzigartiger Film, der genauso gelungen ist wie die anderen Filme Andersons.

Fazit: 75 %

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