7. Mai 2014

Motel Room 13

© Highlight

Regie: David Grovic
Land / Jahr: USA, Bahamas 2014












Der Auftragskiller Jack (John Cusack) bekommt von seinem Chef Dragna (Robert De Niro) den Job eine Tasche in einem abgelegenen Motel aufzubewahren, ohne hineinzusehen. Hört sich einfach an, doch während seines kurzen Aufenthaltes muss Jack einige Probleme aus dem Weg schaffen und der Versuchung widerstehen.
"Motel Room 13" versucht in jeder Szene möglichst cool zu sein. Es gibt viele Pseudo-Tarantino-Dia- und Monologe, überzeichnete Figuren und allerhand Skurriles. Das ist teilweise derart erzwungen, dass der Film allzu oft einen krampfhaften Eindruck vermittelt. Viele Sprüche wirken einfach nur billig und weder lässig noch witzig.
Wirklich traurig ist aber, dass Superstar Robert De Niro mittlerweile keinen Einfluss mehr auf die Qualität und keine Aussagekraft hat. Vielmehr sind es die anderen bekannten Gesichter, die einem Film ihren Stempel aufdrücken können. In diesem Fall ist es John Cusack - folglich hat "Motel Room 13" kaum eine Möglichkeit zu gefallen. Boll-Dauerdarsteller Dominic Purcell zieht den Film weiter runter.
Dadurch, dass man selten ahnt, was als nächstes geschieht hat "Motel Room 13" durchaus seine interessanten und überraschenden Momente, doch die meisten Wendungen wirken ebenso wie die Inszenierung klobig und konstruiert. Es stellen sich viele Fragen im Laufe des Filmes, die allesamt in einem leider wenig überzeugenden Finale geklärt werden.
Regisseur David Grovic experimentiert viel in seinem Gangster-Mystery-Thriller, doch vieles geht nach hinten los, selten zündet eine Idee mal so richtig. Die Dialoge sind dürftig und der Genre-Mix ist vielleicht einfach auch zu viel des Guten. Dennoch macht "Motel Room 13" nicht den Eindruck, dass viel mehr drin gewesen wäre. Dafür hätte das gesamte Drehbuch komplett überarbeitet werden müssen.
Fazit: 45 %

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