4. Mai 2014

Systemfehler - Wenn Inge tanzt

© Splendid

Regie: Wolfgang Groos
Land / Jahr: Deutschland 2013












Max (Tim Oliver Schultz) möchte mit seiner Band "Systemfehler" so richtig durchstarten, vor allem ihr Song "Wenn Inge tanzt" kommt beim Publikum super an. Nur nicht bei ihrer Mitschülerin Inge, die in dem Lied besungen wird und als Streberin von niemandem gemocht wird. Als sich kurz vor dem Vorspielen bei einer großen Plattenfirma jedoch Gitarrist Joscha (Constantin von Jascheroff) an den Händen verletzt braucht "Systemfehler" einen neuen Gitarristen - und Inge kann besonders gut mit dem Instrument umgehen.
"Groupies bleiben nicht zum Frühstück" war ein Überraschungshit in den deutschen Lichtspielhäusern und ist ganz klar das Vorbild für "Systemfehler - Wenn Inge tanzt". Erstaunlicherweise wurde aber bei Weitem nicht so viel abgekupfert wie zu erwarten war. Waren die Hauptstadt-Musiker noch so etwas wie eine brave Boyband, so spielen die Jungs von "Systemfehler" etwas härtere Töne an und auch Inge (Paula Kalenberg) ist nicht das kleine liebe Mädchen, sondern hat ihren eigenen Kopf.
Und so nimmt das Treiben seinen Lauf, der zwar ziemlich absehbar, aber dennoch unterhaltsam ist. Dafür sorgt vor allem Paula Kalenberg, die es in Punkto Sprüche klopfen locker mit den Jungs von "Systemfehler" aufnehmen kann. Auch Schlagersänger Peter Kraus bringt als Onkel Herb jede Menge frischen Wind in die Musikkomödie.
Etwas erstaunlich und manchmal auch ein wenig zu viel des Guten ist aber der freizügige Umgang mit den Themen Sexualität und Drogen. Es gibt, vor allem bei der Poolparty, nackte Haut zu sehen, die Figuren trinken gerne mal einen und Keyboarder Fabio (Tino Mewes) probiert auch mal andere Wirkstoffe aus. Das ist für eine Teenie-Komödie ein bisschen zu viel, vor allem da der Film schon eine Freigabe ab 6 Jahren erhalten hat.
"Systemfehler - Wenn Inge tanzt" ist eine wirklich nette kleine Komödie mit ein paar guten Lachern, der es erstaunlich oft gelingt Peinlichkeiten zu umschiffen. Zwar ist schon nach wenigen Minuten klar, wie sich der Film entwickelt, aber die sympathischen Figuren harmonieren gut miteinander und "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" hat fast keine Längen. Ein bisschen weniger Freizügigkeit hätte man aber doch von diesem unterhaltsamen Schulrock-Film erwarten können.

Fazit: 65 %

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