27. Mai 2014

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

© 20th Century Fox

Regie: Bryan Singer
Land / Jahr: USA, Großbritannien 2014












Das Jahr 2023: In einer düster-depressiven Zukunft haben die X-Men kaum eine Chance gegen die anpassungsfähigen Sentinels. Um die Mutanten-Killer zu besiegen bleibt ihnen nur eine Option: sie müssen Wolverine (Hugh Jackman) in die Vergangenheit schicken, genauer gesagt ins Jahr 1973. Dort soll er den Wissenschaftler Dr. Bolivar Trask (Peter Dinklage) an der Entwicklung der Sentinels hindern.
Ein Roboter wird in die Vergangenheit geschickt, um eine Frau zu töten und um somit die Zukunft zu verändern. Hört sich doch arg nach dem Sci-Fi-Klassiker "Terminator" an. Und beim genaueren Hinsehen ist "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" eine Variante dieses Themas. Glücklicherweise eine ziemlich erfreuliche.
Die X-Men-Filme haben schon immer zu den hochqualitativeren Comic-Adaptionen gehört. Das liegt ganz einfach daran, dass es trotz eines schicken Action-Gewandes und guter Unterhaltung auch stets eine ordentliche bis sehr gute Geschichte gab. Auch "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" knüpft wieder an diese Tradition an und bietet eine wunderbare Pseudo-Historie mit vielen kleinen Finessen. Pseudo ganz einfach deshalb, weil die Fantasy-Handlung kritisch-amüsant mit realistischen Ereignissen verwoben wird.
X-Men-Rückkehrer Bryan Singer bringt es sogar fertig seine riesige Schar an Hollywood-Stars gut zu gewichten. Nach der tollen Slow-Motion-Sequenz im Bunker des Pentagons hätte man sicherlich gerne mehr von Quicksilver (Evan Peters) gesehen und die Figuren in der Zukunft bekommen auch ein wenig Screentime, aber insgesamt stimmt die Mischung.
Bryan Singer hat es tatsächlich geschafft den tollen "X-Men: Erste Entscheidung" noch ein kleines bisschen zu überbieten. Die Szene mit dem Stadion ist ein wenig zu viel des Guten, doch Singer ergötzt sich erfreulich selten an den Möglichkeiten der Technik. Dabei hat ihm das Megabudget alle Möglichkeiten für noch mehr Spektakel geboten. Wäre neben der Top-Unterhaltung und der cleveren Geschichte auch noch eine Prise Epik in diesem Film, wäre das Comic-Paket perfekt. Aber das kann man wohl nur von Steven Spielberg und Peter Jackson erwarten.

Fazit: 80 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen