24. Juni 2014

Libero - Der große Spielfilm über König Fußball

© Rina

Regie: Wigbert Wicker
Land / Jahr: Deutschland 1973












Franz Beckenbauer (er selbst) ist eine absolute Größe im Weltfußball. Doch selbst als Superstar ist es nicht immer leicht für den Liebling vom FC Bayern München, denn gerade wenn es ausnahmsweise nicht so gut läuft, wird er von Presse und Fans immer an seinen Leistungen auf dem Fußballplatz gemessen.

Ein Film zwischen zwei Titeln
1973, ein Jahr nach dem Europameistertitel und ein Jahr vor dem Weltmeistertitel wurde dem Kaiser dieses Filmdenkmal gewidmet. Nicht einmal 90 Minuten lang ist der obskure Mix aus Dokumentation und Spielfilm - Dennoch zieht sich "Libero" in die Länge. Da die billige und einfallslose Handlung nicht für einen Kinofilm reichte, gibt es mehrere Montagen mit Archivbildern, um Beckenbauer zu huldigen. Gezeigt werden die größten Erfolge und tollsten Spiele des Ausnahmesportlers. Diese Aneinanderreihungen der feinsten Ballszenen des Fußball-Urgesteins haben den selben Nutzen wie Sexszenen in einem Porno ...

Dreiste Produktplatzierung
Witzigerweise gelingt es Beckenbauer aber nicht sich vor der Filmkamera selbst zu "spielen". Er wirkt extrem verkrampft und hölzern, da trägt ein Navigationssystem die Texte emotionaler und glaubwürdiger vor als die Fußballlegende. Wenigstens seinen Sponsoren kann er gerecht werden: Logos von Mercedes, Adidas und vielen weiteren großen Marken wurden extrem auffällig in mehreren Szenen des Films platziert.
"Libero - Der große Spielfilm über König Fußball" ist ein misslungenes, stellenweise sogar richtig peinliches Portrait über Franz Beckenbauer. Die Figuren sind flach, die Handlung so "schlicht" wie eine Foto-Love-Story der Bravo. Offensichtlicher kann man gar nicht versuchen auf die ganz schnelle Tour zahlungsfreudigen (Fußball)-Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein in allen Belangen schwacher Film.

Fazit: 25 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen