29. Juni 2014

Paranormal Activity: Die Gezeichneten

© Paramount

Regie: Christopher Landon
Land / Jahr: USA 2014












Jesse (Andrew Jacobs) hat sich gerade eine Kamera im Pfandleihhaus gekauft, da wird Nachbarin Anna (Gloria Sandoval) tot aufgefunden, von der alle gedacht haben sie sei eine Hexe. Jesse hält seinen Schulkameraden Oscar (Carlos Pratts) für den Täter und stellt eigene Nachforschungen an.
Obwohl auch der vierte Teil der "Paranormal Activity"-Reihe seine Produktionskosten verzehnfacht hat, entschied man sich für Teil fünf endlich mal einen anderen Weg einzuschlagen. Weg von den üblichen Überwachungskameravideos, hin zu einer völlig frei beweglichen Kamera in der Hand eines Hobby-Detektivs. Immerhin dieser Ansatz, der Serie einen frischen Wind einzuhauchen, sollte schon positiv hervorgehoben werden. Noch viel ungewöhnlicher ist aber, dass "Die Gezeichneten" eine Art Latino-Variante der "Paranormal Activity"-Reihe ist.
Abgesehen von diesen doch recht mutigen Entscheidungen gibt es ansonsten aber nicht viel zu erleben. Der okkulte Touch ist zwar stellenweise gruselig, doch zwischen den wenigen spannenden Sequenzen gibt es viel zu viel Zeit durchzuatmen. Das Tempo von "Paranormal Activity: Die Gezeichneten" ist einfach viel zu niedrig, der Film hat zu viele Längen.
Während die starren Kameras aus Teil eins bis vier jedoch noch eine Daseins-Berechtigung haben, so kommt hier zu oft die Frage auf, wieso die Figur sich um ein gutes Bild kümmert, anstatt sich primär in Rettung vor den übersinnlichen Geschehnissen zu bringen. Regisseur Christopher Landon ist es leider nicht gelungen, dem Ganzen einen logischen Überbau zu verleihen. Viele Kamerabewegungen sind unlogisch motiviert.
"Paranormal Activity: Die Gezeichneten" ist auf den ersten Blick interessant, weil die Macher sich tatsächlich an etwas Neues gewagt haben, obwohl die Einspielergebnisse der Vorgänger mehr als gut waren. Doch der frische Wind verfliegt schnell und letzten Endes ist auch dieser Teil weder wirklich spannend noch unterhaltsam.

Fazit: 45 %

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