1. Juni 2014

Wolf Creek 2

© New KSM

Regie: Greg Mclean
Land / Jahr: Australien 2013












Im australischen Outback gibt es nicht viel für Touristen zu lachen, denn der Menschenjäger Mick Taylor (John Jarratt) treibt dort sein Unwesen. Nicht einmal die Polizei ist vor den blutrünstigen Methoden des fremdenfeindlichen Killers sicher.
Regisseur Greg Mclean gibt seinem Menschenjäger schon in den ersten Filmminuten ein Gesicht. Besonders erstaunlich dabei ist jedoch, dass Mick Taylor die Hauptfigur von "Wolf Creek 2" ist, denn die Halbwertzeit der freundlichen Touristen ist sehr gering. Das hat einerseits den Vorteil, dass Mclean von vornherein klarmacht, dass selbst die unschuldigste junge Frau kein Abo aufs Überleben hat und somit eine gewisse Spannung entsteht. Andererseits gibt es aber keine Identifikationsfigur, da man sich immer wieder auf neue Charaktere einlassen muss.
Mcleans "Wolf Creek 2" ist weniger ein klassisch düsterer Horrorfilm wie der erste Teil, sondern eher eine mit zahlreichen Actionszenen durchzogene Hetzjagd durch die unendlichen Weiten des Landes. Dabei gehen auch mal ein paar Kängurus drauf, was tatsächlich witzig, aber auch ziemlich überflüssig ist.
Und wenn Mick ein Opfer in den Krallen hat, dann sollte dieses wenigstens auf einen schnellen und wenig qualvollen Tod hoffen. Denn der rassistische Outback-Killer macht vor keiner noch so blutigen Methode halt. Er erschießt, schneidet Finger ab und Kehlen durch. Das ist noch alles erträglich, doch das Zerlegen des deutschen Touristen Rutger (Phillipe Klaus), inklusive Penis-Amputation, ist ein bisschen zu viel des Guten.
"Wolf Creek 2" ist ein interessanter und unterhaltsamer Action-Horror-Mix. Die Gewaltszenen sind extrem grafisch, was auch zu viel für die deutschen Zensoren war: ganze zwei Minuten mussten für eine Freigabe ab 18 Jahren weichen. Für Genrefans interessant, weil man dem Film die 7,2 Millionen Dollar Produktionskosten ansieht - nicht üblich für einen Horrorfilm, der außerhalb der USA entstand.

Fazit: 50 %

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