5. Juli 2014

Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer

© NFP

Regie: Magnus Martens
Land / Jahr: Norwegen 2011












Oscar Svendson (Kyrre Hellum) wird blutbeschmiert und mit einer Schrottflinte in der Hand unter einer toten Stripperin liegend in einem Sexshop aufgefunden. Für die Polizei ist der Fall klar, doch in der Vernehmung stellt sich alles ein wenig anders dar, als es ursprünglich den Anschein hatte.
"Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer" ist eine dieser schwarzhumorigen Gangster-Komödien, die vor ein paar Jahren sehr modern in Skandinavien waren wie "In China essen sie Hunde", "Dänische Delikatessen" oder "Flickering Lights". Strukturelles Vorbild für diesen Film hat der US-Hit "Der blutige Pfad Gottes": Es gibt einen merkwürdigen, neunmalklugen Ermittler, die Geschichte fängt am Ende an und wird dann komplett aufgerollt.
Während es aber in "Der blutige Pfad Gottes" logische Schlussfolgerungen sind, die die polizeilichen Ermittlungen vorantreiben, so ist es hier einfach die Tatsache, dass der gute Oscar Svendson seine Geschichte erzählt. Die zwar originell und witzig, aber nicht immer ganz logisch ist - vor allem nicht was die menschlichen Verhaltensweisen anbelangt. Viele Figuren handeln einfach ihrem Stereotyp entsprechend, die Hauptfigur zu oft völlig entgegen dessen.
Die Gags beruhen auf zahlreichen wirklich amüsanten, manchmal aber auch sehr makaberen Situationen und gehen eigentlich fast immer auf Kosten des Intellektes von einem der Protagonisten. Die sind nämlich nicht die cleversten und treten eigentlich in jedes Fettnäpfchen, das sich ihnen bietet.
"Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer" ist eine sympathische skandinavische Gangster-Komödie. Die Atmosphäre ist trotz vieler Leichen, die zerlegt und beseitigt werden müssen, sehr heiter und positiv, der Film unterhält ohne den Zuschauer aus dem Stuhl zu hauen. Leider ist die Geschichte nicht besonders clever konstruiert und die tolle Wendung am Ende kommt ein wenig flach rüber. Insgesamt sehenswert.

Fazit: 65 %

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