31. Juli 2014

Raid 2, The

© StudioCanal

Regie: Gareth Evans
Land / Jahr: Indonesien, USA 2014












Für Super-Cop Rama (Iko Uwais) fängt der Einsatz nach dem Sturm des Hochhauses erst an. Er soll als verdeckter Ermittler sowohl gegen zwei verfeindete Syndikate als auch gegen korrupte Polizisten ermitteln.
In Indoniens Hauptstadt Jakarta ist wiedermal die Hölle los. Während aber Teil eins nach einer kurzen Einleitung den Fuß nicht mehr vom Gaspedal nahm, so geht der Nachfolger andere Wege. Diesmal gibt es eine komplexere Handlung, Regisseur Gareth Evans macht aus dem sehr brutalen Actionfilm "The Raid" einen super brutalen Gangster Thriller. Oftmals schlägt er auch ruhigere Töne an, aber was Teil zwei an Action-Quantität rausnimmt, macht er mit Qualität wieder wett.
Und Hauereien gibt es auch hier eine Menge. Und zwar nicht im Hollywoodstil, wo erst fünf Minuten männlich geprotzt wird und dann ein paar kindlich lächerliche Actionszenen folgen. Hier ist es andersrum: Wenig dumme Angeberei, dafür knallharte Kampfszenen für Erwachsene. Und die sind nicht nur sehr gut choreografiert, sondern auch wirklich nichts für empfindliche Zuschauer. Fäuste, Baseballschläger (inklusive Bälle), Sicheln, Hämmer, Messer: Hier werden die Gegner regelrecht während der Kämpfe filetiert. Dabei gibt es mehrere sehr extreme Szenen.
Richtig begeistern kann auch die Umsetzung. Es gibt mehrere lange Einstellungen ohne Schnitt, die nur möglich sind, weil die Darsteller wirklich was drauf haben. Die sensationelle Kameraarbeit während der Verfolgungsjagd durch Jakarta ist mit einfachsten Mitteln umgesetzt und sieht besser aus als in 99 % der US-Actionfilme und das Beste daran: Fast alles ist handgemacht. Nicht auf dem Arsch vor dem Rechner sitzen und mit CGI lösen, sondern mit Herz und Köpfchen.
"The Raid 2" erzählt die Geschichte weiter, kopiert sich dabei aber nicht selbst, wie es die meisten US-Filme gemacht hätten, sondern geht andere Wege. Aus Action-Film wird Gangster-Thriller, aus einem einzigen Hochaus werden Gefängnisse, Restaurants, Karaoke-Schuppen, Drogen-Verstecke, Designer-Büros und die Straßen von Jakarta. Sicherlich hätte der Film hier und da ein paar Minütchen kürzer sein können, insgesamt aber sogar über 150 Minuten beste Unterhaltung für Erwachsene Zuschauer. Anders als Teil eins, aber mindestens genauso gut.

Fazit: 80 %

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