21. Juli 2014

Transformers: Ära des Untergangs

© Paramount

Regie: Michael Bay
Land / Jahr: USA, China 2014












Die Schlacht um die Erde geht weiter, als der erfolglose Erfinder Cade Yeager (Mark Wahlberg) einen alten und heruntergekommenen Truck findet. Dieser ist nämlich der berühmte Optimus Prime, der sich seinem Retter und dessen Familie anschließt. Gemeinsam wollen sie die Welt vor dem Kopfgeldjäger Lockdown beschützen.
Mark Wahlberg nannte die Rolle im vierten "Transformers"-Ableger die wichtigste seines Lebens. Ziemlich verwunderlich, hat er schon mit Meisterregisseuren wie Martin Scorsese ("The Departed"), Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights") und David O. Russell ("The Fighter") gearbeitet. Der teuerste Film seiner Karriere ist "Transformers: Ära des Untergangs" aber auf jeden Fall, der für ein Topbudget von 210 Millionen Dollar inszeniert wurde.
Hinter der Kamera der berüchtigte Michael Bay, der zwar schöne Bilder auf die Leinwand bringen kann, dessen Regiestil aber immer willkürlich und billig wirkt. So natürlich auch im vierten "Transformers"-Film, in dem die Kamera nie da steht, wo es den meisten Sinn macht. Bay achtet stets darauf das schönste Bild zu kriegen. Dabei bedient er sich hemmungslos Zeitlupeneinstellungen und Dutch Angles, also schrägen Kamerapositionen. Zwei der Film-Techniken, die man so gut wie nie und wenn dann wirklich mit Köpfchen einsetzen sollte. Bay benutzt sie inflationär und ohne Sinn und Verstand.
In epochalen 165 Minuten ist Wahlbergs Vater und Alienjäger die einzige erträgliche Figur. Die Zwistigkeiten zwischen ihm und dem Freund seiner Tochter Shane Dyson (Jack Reynor) machen keinen Spaß, weil der voraute Rennfahrer langweilig und unsympathisch ist. Die nuttige Tochter Tessa Yeager (Nicola Peltz) und der peinlich, alberne Konzernchef Joshua Joyce (Stanley Tucci) geben dem Film den Rest.
Die Action ist, wie gewohnt von Bay, übertrieben, kitschig und langweilig. Wie ein Film, der ein so hohes Tempo vorgibt nur so wenig unterhaltsam sein kann, ist schon wirklich erstaunlich. Die Transformers sind allesamt billige Stereotype: so gibt es zum Beispiel einen japanischen Autobot, der einfach alle asiatischen Klischees in sich vereint. Zudem haben die Dinosaurier-Roboter einen recht kurzen Auftritt im letzten Drittel des Filmes und sind inhaltlich bedeutungslos - ein reiner Showeffect eben.
"Transformers: Ära des Untergangs" ist ein peinliches Action-Spektakel für Kinder. Trotz der Fülle an One-Linern und frechen Sprüchen kommt keinerlei Charme auf. Zwar ist dieser vierte Teil besser als Teil zwei und drei, aber insgesamt ein erbärmlicher Actionfilm. "Transformers: Ära des Untergangs" ist der mit Abstand dümmste Film aus 2014, ohne Herz, Hirn oder Seele. Michael Bay ist kein Regisseur, sondern ein geschmackloser Film-Verbrecher, ohne jegliche Ahnung von der Materie.

Fazit: 20 %

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