2. August 2014

22 Jump Street

© Sony

Regie: Phil Lord, Christopher Miller
Land / Jahr: USA 2014












An der Jump Street ist alles beim Alten - außer dass die Cops aus der kleinen Kirche an der Jump Street Nr. 21 in die wesentlich größere direkt gegenüber bei Nr. 22 einziehen. Da das Ermittlerteam Schmidt (Jonah Hill) und Jenko (Channing Tatum) eigentlich für nichts zu gebrauchen ist, werden sie wieder in eine Bildungseinrichtung geschickt: Diesmal geht's an die Uni, wo eine richtig üble Droge im Umlauf ist.
Das Dick-und-Doof-Konzept funktioniert schon seit fast 100 Jahren. Dem Dicken passieren eigentlich alle Missgeschicke und dem Dummen gelingt alles durch reines Glück. Auch bei dem Sequel "22 Jump Street" sind die Rollen eindeutig verteilt, mit einem zentralen Unterschied zu den typischen Vertretern dieses Sub-Genres: Das Regisseuren-Team Lord/Miller spielt mit den üblichen Klischees und dreht einige von ihnen um - aber eben nicht alle. Auf diese Weise funktioniert vor allem die Komik des Films.
Was leider nicht funktioniert ist die Story. Drogengeschäfte an der Uni. Das ist nicht nur verdammt einfallslos, sondern auch ziemlich uninteressant. Zwar wäre es ohne diese Ermittlungs-Geschichte kein richtiger "Jump Street"-Film geworden, hätte ihm aber wahrscheinlich gut getan. Ebenso sind auch die Actionsequenzen, die, Gott sei Dank, recht selten sind, überflüssig. Braucht weder der Film, noch die Zuschauer.
Was die Zuschauer aber definitiv brauchen, sind die Gags. Und der Film ist voll von einfallsreichen, lustigen Momenten. Wortwitz, Situationskomik und die Figuren - auf jedem Level gibt es einiges zu lachen. Die durchgehend heitere Atmosphäre bei konsequent gutem Wetter und vielen schönen Menschen tut ihr Übriges.
"22 Jump Street" ist als Komödie ein Volltreffer, als Drogen-Krimi unbrauchbar. Es macht einen höllischen Spaß den beiden Volltrotteln Schmidt und Jenko zuzusehen, die sich wie zwei kleine Kinder verhalten. Zwar wird viel geflucht, aber für moderne Verhältnisse geht der Nachfolger nicht besonders weit unter die Gürtellinie. Die Poster der Fake-Sequels im Abspann machen Appetit auf mehr. Comedy top, Story flop.

Fazit: 65 %

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