13. August 2014

Expendables 3, The

© Splendid

Regie: Patrick Hughes
Land / Jahr: USA, Frankreich 2014












Bei einem Job in Somalia traut Barney Ross (Sylvester Stallone) seinen Augen nicht, als er den totgeglaubten skrupellosen Waffenhändler Stonebanks (Mel Gibson) sieht. Nachdem der Auftrag auch noch gehörig danebengeht, entscheidet er sich sein altes Team gegen ein paar Jungspunde auszutauschen, um Stonebanks zur Strecke zu bringen.
In der dritten Klasse der "Expendables" kommen wieder ein paar neue Killer-Schüler hinzu und bis auf eine Ausnahme, sind sie alle ein Rückschritt im Vergleich mit denen aus dem zweiten Teil. Mel Gibson kann Jean-Claude Van Damme nicht im Geringsten das Wasser reichen und spielt einen uninteressanten 08/15-Bösewicht. Bruce Willis' Church wird von einem klapprigen Harrison Ford ersetzt und der Tiefpunkt ist Antonio Banderas' Figur. In Teil zwei gab es einen kultigen Chuck Norris, von dem man gerne mehr gesehen hätte, Banderas' nerviger Spanier strapaziert nicht nur die Nerven von Barney Ross. Einziger Lichtblick: Wesley Snipes als Doc. Wer hätte das gedacht. . .
Das Schlimmste ist aber, dass Stallone eine Stunde lang mit unbekannten, klischeehaften Jung-Expendables durch die Gegend ballert. Sie haben keinerlei Charme und bleiben völlig blass, passen aber irgendwie zu der kinderfreundlichen Action. Es wird zwar nicht weniger gekämpft, aber wenn jetzt Kugeln und Messer durch die Gegend fliegen, fallen die Gegner einfach um. Man sieht nichts, wirklich gar nichts. Um es zu verdeutlichen: In den USA und in Großbritannien wurde der Film sogar ab 12 Jahren freigegeben.
Inhaltlich eine Folter ist die Tatsache, dass der menschenverachtende Waffenhändler Stonebanks im Laufe des Filmes vier tausendprozentige Möglichkeiten Barney zu töten nicht nutzt. So zielt er zum Beispiel mit dem Scharfschützengewehr auf ihn und schießt nicht oder gibt ihm 45 Sekunden zu fliehen, bevor ein Gebäude in die Luft sprengt, anstatt seinen Erzfeind ganz einfach und gewissenlos auszuradieren. Da kann einfach keine Spannung aufkommen, bei so viel Inkonsequenz. Wenn allerdings doch mal auf die Helden geschossen wird, so können sie den unzähligen Kugeln ausweichen, treffen selbst aber mit jedem zweiten Schuss.
Trotz all dieser dicken Mängel haben die Szenen mit den echten Expendables noch fast denselben Charme, der schon die ersten beiden Filme so erfolgreich machte. Ein paar lustige Sprüche und verdammt schnell geschnittene Action mit vielen Ballerein an netten Schauplätzen machen "Expendables 3" wenigstens erträglich und sorgen für billige Unterhaltung.

Fazit: 40 %

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