6. August 2014

Parkland - Das Attentat auf John F. Kennedy

© Universum

Regie: Peter Landesman
Land / Jahr: USA 2013












Dallas, 1963: Im Parkland Krankenhaus bricht das große Chaos aus, als Präsident John F. Kennedy mit schwersten Verletzungen eingeliefert wird. Arzt Dr. Charles Carrico (Zac Effron) kämpft um das Leben des Staatsoberhauptes, während das FBI alles daran legt, den Attentäter festzunehmen.
Um das Attentat auf Präsident Kennedy gibt es derart viele (Verschwörungs-)Theorien und Geschichten, dass es immer noch als eine der schrecklichsten Episoden der US-Geschichte in den Köpfen der Bevölkerung umhergeistert. So bietet jetzt auch Regisseur Peter Landesman einen Einblick in das, was (möglicherweise) am 22.11.63. geschehen ist und richtet seinen Blick nicht nur auf die Ereignisse im Parkland Krankenhaus.
Der Film unterlegt seine Geschichte immer wieder mit dokumentarischem Material und erhebt nicht nur dadurch einen Wahrheitsanspruch. Tendenziell ist diese Vorhergehensweise eine gute Idee, aber gerade in einem der wichtigsten Momente des Filmes funktioniert sie überhaupt nicht: Als der eigentliche Moment der Erschießung Kennedys in Form von Originalmaterial mit neugefilmten Gegenschnitten auf Amateurfilmer gezeigt wird. Was besonders ergreifend wirken soll, fällt leider ziemlich oberflächlich aus.
Insgesamt ist diese Version des Kennedy-Attentates ziemlich mutlos, vor allem im Vergleich mit Werken wie Oliver Stones "JFK". Regisseur Peter Landesman beschränkt sich darauf das Zusammenzufassen, was ohnehin schon jeder weiß, bietet keinerlei Mehrwert oder auch nur ansatzweise neue Erkenntnisse. Lediglich beim mutmaßlichen Präsidentenmörder wird deutlich Stellung bezogen, denn dieser wird als menschliches Wesen und nicht als kaltblütige Killermaschine dargestellt.
Auch die zahlreichen bekannten Hollywood-Gesichter wie Zac Effron, Marcia Gay Harden, Paul Giamatti oder Billy Bob Thornton können dem Film keinen besonderen Drive mehr geben. Zwar wird ein interessanter Blick auf den Tag des Attentats geboten, doch größtenteils bleibt Regisseur Landesman dabei brav an der Oberfläche. Mehr als eine kleine Geschichtslehrstunde ist "Parkland" dann aber auch nicht.
 
Fazit: 55 %

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