11. August 2014

Planet der Affen - Revolution

© 20th Century Fox

Regie: Matt Reeves
Land / Jahr: USA 2014












Nachdem der Affenvirus einen Großteil der menschlichen Rasse ausgelöscht hat, haben die Überlebenden Zuflucht in den Ruinen der Städte gefunden. Als sie in einem Wald am Rande von San Francisco auf eine riesige Affenpopulation treffen, fürchten sich die Menschen. Die Tatsache, dass die Primaten sich intelligent verhalten und sprechen können, macht die Situation noch brisanter.
Mit der Erleuchtung lernen die Affen nicht nur zu sprechen, reiten oder Waffen zu benutzen, sie werden ebenso hinterhältig wie die Menschen. Die Fähigkeit zu lügen lässt Oberprimat Caesar (Andy Serkis) im Laufe des Filmes erkennen, wie ähnlich sich doch Mensch und Affe sind. Dennoch ist es ein klares Statement, dass nur diejenigen Affen bösartig und rachsüchtig sind, die viel Kontakt mit den Menschen hatten, die anderen Vertreter der Art sind unbeflekte und gutherzige Wesen.
Und obwohl den Menschen der Schwarze Peter zugeschoben wird, so sorgen im Endeffekt beide Seiten dafür, dass die Situation eskaliert. Eine der größten Stärken des Filmes, denn Gut und Böse sind einzelne Individuen und nicht pauschal eine der beiden Konfliktparteien. So sinnt der mit Narben gezeichnete Affe Koba (Toby Kebbell) auf Rache, für das was die Menschen ihm früher angetan haben. Dreyfus (Gary Oldman) rechtfertigt seinen Plan, den Affen-Holocaust, vor seinem Gewissen, als einzige Möglichkeit die Menschen zu retten. Mit Caesar und Malcolm (Jason Clarke) gibt es auch eine positive Leitfigur auf beiden Seiten.
Wenn es im zweiten Teil des Re-Remakes zu Actionszenen kommt, dann gibt es einen guten Grund dafür - da können sich einige Blockbusterregisseure Hollywoods gehörig was abgucken. Meistens ist das Fehlschlagen der Diplomatie der Auslöser oder wenn eine einzelne Figur die Beherrschung verliert. Selbst Chefaffe Caesar kann nicht alles mit klugen Entscheidungen kontrollieren, manchmal kommt auch in ihm das Tier durch. Zum Ende des Filmes verliert sogar er seine Unschuld, wenn er gegen das oberste Gesetz der Affen verstößt.
"Planet der Affen  - Revolution" ist ein würdiger Nachfolger von "Prevolution". Regisseur Matt Reeves lässt nicht daran zweifeln, dass es ihm vor allem darum geht die Geschichte intelligent und logisch weiterzuerzählen. Er verfällt nicht dem Hollywood-Zwang zu billiger Unterhaltung. Das führt natürlich dazu, dass der Film einige sehr ruhige Passagen beinhaltet, die an der einen oder anderen Stelle ein paar Minütchen kürzer hätten sein können. Zum ganz großen Wurf fehlt es dem Film allerdings an echten Highlights, so richtig aus dem Kinosessel haut irgendwie keine einzige Szene. In Punkto CGI und Affen-Animation reicht ein einziges Wort: Ausgezeichnet.

Fazit: 75 %

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