16. August 2014

Pompeii

© Highlight

Regie: Paul W.S. Anderson
Land / Jahr: USA, Kanada, Deutschland 2014












Im Jahr 79 nach Christus muss sich der Sklave Milo (Kit Harington) in der Arena als Gladiator behaupten. Diese Aufgabe wird durch seine Liebe zu Cassia (Emily Browning) erschwert, eine junge Frau aus gutem Hause. Doch niemand ahnt, dass der Vesuv kurz vor dem Ausbruch steht und droht die Stadt Pompeii auszulöschen.
Mit Pompeii assoziiert man den verheerenden Ausbruch des Vesuv, der das Umland dem Erdboden gleichmachte. Davon sollte man bei Paul W.S. Andersons Kitsch-Historienfilm aber nicht zu viel erwarten, denn die Vulkan-Thematik spielt lediglich im letzten Viertel des Filmes eine große Rolle.
Vorher gibt es erst einmal eine schnulzige Version des Gladiatoren-Themas. Milo muss sich nicht nur gegen seine Widersacher in der Arena behaupten, auch der gnadenlose Senator Corvus (Kiefer Sutherland) macht ihm das Leben zur Hölle. Andersons Geschichte ist zwar unterhaltsam und kurzweilig, aber auch erschreckend banal und absehbar. Die Kämpfe sind unspektakulär, die Liebesgeschichte wirkt erzwungen.
Wie dieser Film ein Budget von 100 Millionen Dollar verschlingen konnte, ist ein Rätsel. Bis auf den Ausbruch des Vulkan am Ende des Filmes, der selbst nicht wirklich aufwendig inszeniert wurde, gibt es eine 08/15-Geschichte, keine große Schlachten oder andere Geld verschlingende Szenen. Selbst unter den Schauspielern befindet sich kein einziger echter Star, Anderson vertraut auf Serien-Darsteller wie "Game of Thrones"-Mime Kit Harington und "24"-Held Kiefer Sutherland. Beide passen nicht so recht in ihre Rollen.
Wenn man bedenkt, dass eigentlich Roman Polanski einen Film über den berühmtesten Vulkanausbruch der Geschichte machen wollte, ist es schon ernüchternd, dass das Regie-Fertigkeitenlevel so weit unterschritten wurde. Anderson liefert einen routiniert runtergekurbelten Sandalen-Film ab, der fast keine Höhepunkte, aber auch wenig echte Aufreger hat. Selbst die nahende Apokalypse kann nicht überzeugen. Den Vergleich mit Helden-Epos "The Legend of Hercules" kann der Vulkan-Film aber dennoch standhalten.

Fazit: 40 %

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