4. August 2014

Whiteout

© Warner

Regie: Dominic Sena
Land / Jahr: USA, Kanada, Frankreich, Türkei 2009












Drei Tage bevor die Antarktis-Station geräumt wird findet U.S.-Marshal Carrie Stetko (Kate Beckinsale) in der weißen Wüste eine Leiche. Gleich fällt ihr auf, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Aber wer sollte im Nirgendwo einen Menschen töten?
Nach einer überflüssigen Einführungsszene in der ein Flugzeug in der Antarktis abstürzt (die zudem ein gutes Stück des 35 Millionen Dollar-Budgets verschluckt haben wird) kommt Kate Beckinsale ins Spiel. Und es folgt eine noch hundertmal überflüssigere Szene, denn die gute Kate muss erst halbnackt durch ihr Zimmer laufen und dann eine heiße Dusche nehmen. Von da an ist klar: Es geht weniger um eine gute Geschichte, als um billige Schauwerte.
Doch immerhin gelingt es Regisseur Dominic Sena einen verhältnismäßig unspektakulären, aber handwerklich soliden Antarktis-Thriller auf die Leinwand zu bringen, bei dem sogar ein wenig Spannung und eine frostige Atmosphäre aufkommen. Senas Film wirft eine Menge Fragen auf, die eine nach der anderen abgearbeitet werden. Das ist zwar nur durchschnittliche Thriller-Kost ohne große Überraschungen, aber dafür reicht es zumindest.
Ein bisschen kaputt machen es dafür die Rückblenden, die gut alle 20 Minuten die eigentliche Handlung unterbrechen. Denn die zeigen einen Fall, der Kate nicht mehr aus dem Kopf geht und der - selbstverständlich - im klimatisch krassen Gegensatz spielt. Das stört einerseits die Geschichte, entwickelt Kates Figur aber auch nicht weiter und bringt die eisigen Temperaturen ein wenig zum Schmelzen.
Die Killerjagd durchs Eis hält den Zuschauer trotz vieler Makel bei Laune. Kate Beckinsale ist nur optisch erträglich und auch die anderen Darsteller liefern bei Weitem keine Topleistungen ab, aber die Frage "Wer hat warum gemordet" will schon aufgelöst werden. Pluspunkte für die frostige Atmosphäre (im positiven Sinn).

Fazit: 50 %

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