12. September 2014

Gold

© Piffl

Regie: Thomas Arslan
Land / Jahr: Deutschland, Kanada 2013












USA 1898: Eine Truppe deutscher Auswanderer will sich nach Klondike durchschlagen. Dort erhoffen sie sich als Goldsucher zu großem Reichtum zu kommen. Doch der Weg durch die Wildnis ist gefährlich.
Deutsche Western sind in den letzten 30 Jahren zu echten Raritäten geworden, die Zeiten von "Winnetou" sind vorbei. Warum gerade diese Wild-West-Geschichte es dann auf die Leinwände schaffte ist ein ziemliches Rätsel, mutet nahezu willkürlich an.
"Gold" ist ein sehr ruhiger, beinahe melancholisch anmutender Western. Dabei wirkt dieser Roadtrip auf Pferden selten bedrohlich oder gefährlich, zu selten werden die Figuren auf ihrem Weg mit Problemen konfrontiert. Selbst die seltenen Spannungsszenen erhöhen kaum den Herzschlag. Zudem tragen die Goldsucher stets saubere Kleidung und haben ordentliche Frisuren - "Gold" wirkt einfach viel zu stubenrein, um glaubwürdig zu sein.
Auch die recht unmotiviert vorgetragenen Dialoge der blassen Figuren auf diesem langatmigen Trip halten kaum bei Laune, lediglich das intelligente und rationale Verhalten der Auswanderer kann gefallen. Absolutes Lowlight von "Gold" ist aber die vor sich hin plätschernde Musikuntermalung. Sie wirkt unmotiviert, nahezu einschläfernd.
"Gold" mutet an wie ein Jim-Jarmusch-Film, ohne den Stil des US-Amerikaners. Es passiert nicht viel und Wildwest-Stimmung kommt nur bedingt auf. Die Eintönigkeit dieser ereignislosen Wanderung durch die Weiten Nordamerikas wird vor allem durch die sehr schwache musikalische Untermalung verstärkt. Nicht dumm, aber belanglos.

Fazit: 45 %

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