29. September 2014

Sex Tape

© Sony

Regie: Jake Kasdan
Land / Jahr: USA 2014












Um ihr Eheleben aufzupeppen filmen sich Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) beim Liebesspiel. Doch kurze Zeit später kommt der große Frust, denn Jay hat das Video versehentlich in auf die Tablets von Bekannten und Freunden hochgeladen. Die Mission der beiden Eltern: Verhindern, dass jemand das Sex-Video sieht.
"Sex Tape" ist in drei große Kapitel einzuteilen: 30 Minuten Einleitung, 30 Minuten alberner Hundekampf und 30 Minuten hochgradiger Schwachsinn. Am Anfang ist noch alles gut, die Figuren werden idiotensicher vorgestellt, das Video wird produziert. Bis dahin regt man sich nur über die Rückblenden auf, in denen die beiden ingesamt 76 Jahre alten Darsteller als Studenten zu sehen sind und über den Fakt, dass jemand seinem Postboten ein Tablet im Wert von mehreren hundert Euro einfach so schenkt, weil er "so viele davon hat."
Danach geht es mit der Logik steil bergab. Es gibt eine an Debilität kaum zu überbietende Verfolgungsjagd mit einem Schäferhund durch eine Villa und eine Erpressung durch einen Minderjährigen. Jay und Annie entscheiden sich stets für die möglichst unwahrscheinlichste und komplizierteste Lösung und so sprechen sie nicht einfach mit den Eltern des Jungen, sondern überlegen, wie sie ihn austricksen könnten
Im letzten Drittel begehen sie noch einen Einbruch bei Youporn. In Begleitung ihrer Kinder. Wer tut bitte sowas? Auf eine so dilletantische und dumme Art und Weise? In Begleitung seiner Kinder? Und kommt dann noch bis in die Serverräume, ohne dass es irgendjemandem auffällt? Die wirklich grauenhafteste Sequenz im Film, denn sie ist weder witzig, noch spannend.
Neben Youporn und einer kurzen Starbucks-Erwähnung ist der Film eine Propaganda für Apple-Geräte. Nachdem ein iPad aus dem Fenster fällt sagt Jay zum Beispiel: "Ich hätte nicht gedacht, wie stabil die Dinger sind." In einer anderen Szene werden die Möglichkeiten erwähnt, die man mit den Geräten hat.
"Sex Tape" ist keineswegs langweilig oder unlustig, da gibt es ein paar echt lustige Szenen. Aber "Sex Tape" ist strohdumm, die Handlung ist unlogisch und bis ins letzte Detail konstruiert und platzt vor Werbung aus allen Nähten. Die Apple-Propaganda ist zum Fremschämen.

Fazit: 30 %

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