27. September 2014

Sin City 2: A Dame to Kill For

© Splendid

Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez
Land / Jahr: USA, Zypern 2014












Ava (Eva Green) ist die Braut für die man tötet. Und genau das hat Dwight (Josh Brolin) vor. Er will ihren brutalen Gatten Damien Lord (Marton Csokas) mit allem was seine Fäuste hergeben zur Rechenschaft ziehen. Marv (Mickey Rourke) hat ein anderes Problem und das heißt Senator Roark (Powers Boothe).
Neun Jahre zwischen Teil eins und zwei, das ist eine sehr lange Zeit. Und vielleicht hätte das Duo Miller-Rodriguez schneller nachlegen sollen. Das hat sich auch an den Kinokassen bemerkt gemacht: "Sin City 2: A Dame to Kill For" blieb sowohl in den USA als auch in Deutschland weit hinter den Erwartungen zurück.
Doch leider zu unrecht. Klar, in Punkto Innovation gibt es nichts Neues im Vergleich mit dem ersten Teil. Dennoch funktionieren die wunderschön komponierten Schwarz-Weiß-Bilder wieder wunderbar. Sie wirken ebenso frisch wie noch 2005. Die kleinen farblichen Akzente passen ebenso. Schon optisch macht der Film Spaß, weil er der Comic-Vorlage einfach verdammt nahe kommt.
Die Handlung ist aber etwas dünner als noch im Vorgänger. Und "dünner" meint nicht unbedingt schlechter, sondern qunatitativ übersichtlich. Es gibt eigentlich nur zwei echte Handlungsstränge, das episodische Element geht da etwas verloren. Und viele bekannte Gesichter werden auch nur kurz angerissen. Bruce Willis als Hartigan hat zum Beispiel nur geschätzte fünf Minuten, man hätte ihn auch direkt weglassen können.
Gut dosiert ist aber wieder die Action. Es knallt oft und wenn dann gibt es auch ein paar böse Szenen zu sehen. Allerdings sind es nur wenige, die den Gewaltfaktor von Teil eins erreichen. Das liegt auch daran, dass alles ein wenig heiterer und noch stilisierter wirkt als im Vorgänger - insofern man bei einem fiesen Neo-Noir-Thriller von heiter reden kann.
"Sin City 2: A Dame to Kill For" ist ein unterhaltsamer Nachfolger. Zwar fehlt es ihm an richtig guten Ideen und vielleicht noch einem oder zwei Handlungsstränge, aber die Optik ist ästhetisches Eye Candy. Ein gut gemachter Noir-Aktioner, der kaum Längen hat.

Fazit: 70 %

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