31. Oktober 2014

fast perfekte Mann, Der

© Warner

Regie: Wolfgang Groos
Land / Jahr: Deutschland 2013












Eines Tages steht Ulfs (Benno Fürmann) Neffe Aaron (Louis Hofmann) vor der Tür, der nach dem Tod seiner Mutter ab jetzt bei seinem verantwortungslosen Onkel wohnen will. Eigentlich will Ulf überhaupt keine Kinder haben, beginnt aber mit der Zeit seinen schwierigen Neffen ins Herz zu schließen.
Benno Fürmann hat schon seit mehreren Jahren keinen echten Erfolg mehr zu verzeichnen, hat sich für "Der fast perfekte Mann" aber die Schablonen von Til Schweigers äußerst erfolgreichen Familienkomödien besorgt und erhofft sich so mal wieder die Zuschauer an die Kinokassen zu locken. Doch schon beim Titel hapert es, denn während Schweigers "Keinohrhasen" oder "Kokowääh" sehr ungewöhnlich sind, so ist der Titel "Der fast perfekte Mann" so langweilig und einfallslos wie nur möglich geraten.
Und die Prämisse des Unoriginellen kann der Film auch bestens erfüllen. Geboten wird eine lauwarme Dramödie mit ein paar netten Szenen zwischen Ulf und seinem Neffen. Kitschig, aber immerhin nur selten zu sentimental, sind die dramatischen Elemente der Handlung besser gelungen als die komödiantischen. Einerseits sind die Gags nicht wirklich einfallsreich, andererseits ist Benno Fürmann schlicht und ergreifend einfach nicht lustig.
"Der fast perfekte Mann" ist eine stubenreine Mischung aus Drama und Komödie, der es an guten Ideen mangelt. Fürmann hat kein komödiantisches Talent und der Handlung fehlt es an Szenen, die im Kopf bleiben. Für die große Leinwand ist das zu wenig, auch wenn es für anspruchslose Unterhaltung gerade noch so reicht.

Fazit: 40 %

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