26. Oktober 2014

Good Vibrations

© Rapid Eye Movies

Regie: Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn
Land / Jahr: Großbritannien, Irland 2012












In Belfast, Nordirland wird in den 70er Jahren gekämpft. Katholiken und Protestanten schlagen sich im Namen der Religion gegenseitig die Köpfe ein. Daran hat Terri Hooley (Richard Dormer) kein Interesse, er hat sich der Musik verschrieben und eröffnet einen Plattenladen unter dem Titel "Good Vibrations". Als er zum ersten Mal mit Punk in Berührung kommt, ist Terri begeistert. Er verhilft jungen Bands dazu ihre Musik auf Schallplatten zu veröffentlichen.
Terri Hooley ist einer dieser Menschen, die in schweren Zeiten nicht den Kopf haben hängen lassen. Er hat sich allen Widerständen zum Trotz seinem Traum gewidmet und die Musik in einem von Terror zerfressenen Land vorangetragen. Dabei sind seine Erfolge vor allem vor diesem Hintergrund bemerkenswert, denn so wirklich weit hat es weder sein Plattenlabel, noch sein Laden nicht gebracht. Auch Hooley selbst scheffelte keine Millionen - worum er sich allerdings auch nie bemühte.
"Good Vibrations" ist ein äußerst positiver Film, mit einer fröhlichen Grundstimmung. Selbst wenn Terri von Skinheads verprügelt wird, ist das wenig dramatisiert. Obwohl er ordentlich einstecken muss, machen die deftigen Tritte den Eindruck von ein paar halb so wilden Hauen. Dass Terri ein guter Mensch ist, darauf legt das Regisseur-Duo viel wert, dass er aber nur ein mäßiger Vater war, geht €stellenweise unter.
Letzteres könnte auch daran liegen, dass seine Frau Ruth (Jodie Whittaker) ziemlich blass bleibt und zudem keine einzige richtig gute Szene im Film hat. Das Familienleben Terris bleibt leider zu oft außen vor.
"Good Vibrations" ist ein liebenswertes Zeitdokument mit guten, aber nicht herausragenden Darstellern. Überzeugen kann vor allem der tolle Soundtrack, der die Atmosphäre bestens unterstützt. Ebenfalls gelungen sind die kurzen Montagen mit Bildern aus dem Belfast der 70er und 80er. Gerade für Menschen, die sich für Musikgeschichte interessieren ist "Good Vibrations" ein interessantes Werk.

Fazit: 70 %

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