11. Oktober 2014

Knights of Badassdom

© Pandastorm

Regie: Joe Lynch
Land / Jahr: USA 2013












Hung (Peter Dinklage) und Eric (Steve Zahn) wollen ihren Freund Joe (Ryan Kwanten) ein bisschen aufmuntern, der von seiner Freundin verlassen wurde. Bei einem Live-Action-Rollenspiel soll er auf andere Ideen kommen. Als Erics Zauberbuch sich jedoch als echt entpuppt, werden sie von einem blutrünstigen Dämon gejagt.
In "Knights of Badassdom" macht sich Regisseur Joe Lynch über sogenannte Larper lustig, überzeichnet sie als dümmliche Obernerds, stattet sie mit einem gutgefüllten Portfolio von platten Sprüchen aus. Gelacht wird bei dieser Komödie erstaunlich selten, was sowohl an der Qualität als auch an der Quantität der Gags liegt.
Sobald der Dämon die Erde beschworen ist bekommt der "Knights of Badassdom" eine düstere Note. Leider funktionieren diese Horrorelemente aber gar nicht. Sie sind vollkommen unpassend. Für einen Film dieser Art geht es ungewöhnlich blutig zur Sache: Kehlen werden aufgerissen, Leichen gefressen.
Während die Bluteffekte wunderbar handgemacht sind, gibt es auch ein paar Computeranimationen und die haben es wirklich in sich. Selten darf man CGI von einer derart miesen Qualität begutachten. Das einzig Gute an ihnen ist, dass sie rar gesät sind.
Nach seiner Verwandlung gibt es einen neuen Dämon. Diese, circa drei Meter große, Puppe erinnert an die Horrorfilme der 80er Jahre. An Werke wie "Pumpkinhead". Das sieht auch extrem billig aus, hat aber einen gewissen Trash-Charme - was man den CGI nicht zuschreiben kann.
"Knights of Badassdom" ist kein unfassbar schlechter Film, aber er ist langweilig. Inklusive Abspann läuft er nur 86 Minuten und die machen einfach viel zu selten Spaß und ziehen sich stellenweise in die Länge. Einziges echtes Highlight ist der finale Kampf gegen die Riesenpuppe mit Gesangseinlage und einem Kleinwüchsigen Ritter mit roten Augen. Doch die Lowlights überwiegen. Und warum das unzerstörbare Buch auf einmal plötzlich verbrennen kann, nachdem es niemand vernichten konnte, bleibt ein Mysterium. . .


Fazit: 25 %

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