15. Oktober 2014

Lieferheld, Der - Unverhofft kommt oft

© Constantin

Regie: Ken Scott
Land / Jahr: USA 2013












Eigentlich lebt David (Vince Vaughn) ein ganz normales Leben, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Denn für den schnellen Dollar hat er unzählige Male Sperma gespendet und da sein Lebenssaft eine außerordentlich hohe Qualität hat, ist er nun Vater von 533 Kindern. Diese sind nun auf der Suche nach David, der eigentlich nicht so gerne enttarnt werden möchte.
Nur anderthalb Jahre nach dem frankokanadischen Erfolgsfilm "Starbuck" begann Regisseur Ken Scott damit, sein eigenes Werk in englischer Sprache selbst zu remaken, um es dem untertitel-lesefaulen Amerikanern leichter zugängich zu machen. Der künstlerische Anspruch bei diesem Unterfangen geht gegen Null, wie so oft, wenn der schnelle Dollar als Ziel der Produzenten ausgemacht wird.
Die Änderungen im Vergleich mit dem Original sind marginal, lediglich kleine Details wurden angepasst. So spielt der Film jetzt nicht mehr in Kanada, sondern im US-amerikanischen New York. Und obwohl der Kopie eine gewisse Qualität nicht abzusprechen ist, so hinkt die Ami-Version in mehreren Aspekten dem Original hinterher. Allen voran in Punkto Schauspieler. Denn während der Original Starbuck Patrick Huard noch seine ganze Kraft in den Film steckte, so merkt man Vince Vaughn allzu oft an, dass es für ihn nur ein Job unter vielen ist.
"Der Lieferheld - Unverhofft kommt oft" ist eine Kopie, die sehr nah an das Original rankommt, jedoch fast gar keine Seele hat. Das erinnert schon an David Finchers unverschämte Kopie von "Verblendung" (bei Fincher: "The Girl with the Dragon Tattoo"). Obwohl der Film ganz nett geraten ist, hat er jedoch gar keine Existenzberechtigung. Es spricht einfach nichts dafür, die US-Version dem Original vorzuziehen. Ein weiterer trauriger Versuch der amerikanischen Kinowirtschaft dem Zuschauer Geld aus der Tasche zu ziehen.

Fazit: 50 %

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