9. Oktober 2014

Teufels Advokat, Des

© EuroVideo

Regie: Guy Green
Land / Jahr: Deutschland 1977












Monsignore Blaise Meredith (John Mills) erfährt von seinem Arzt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat. Als letzten Auftrag wird er zum Advocatus Diaboli und soll Gegenargumente in einem Heiligsprechungsprozess in einem kleinen Dorf sammeln. Dort soll ein kürzlich Verstorbener die Fähigkeit gehabt haben Krankheiten zu heilen.
Oscarpreisträger John Mills ist das einzige Wunder in diesem Film. Er spielt einen todkranken Mann der Kirche, der Probleme mit scharfem Verstand löst, aber eigentlich ein netter älterer Herr ist. Ihm gegenübergestellt werden zwielichte Bewohner eines kleinen Dorfes im Süden Italiens, die den getöteten Giacomo Nerone (Leigh Lawson) für einen Wunderheiler halten.
Auf der Suche nach der Wahrheit ist es die Hauptaufgabe des Monsignore Eindrücke vom Leben des möglichen Heiligen zu sammeln. Diese bekommt er vor allem durch Rückblicke, die auf Erzählungen der Dorfbewohner beruhen. Er muss also davon ausgehen, dass alles was ihm gesagt wird, tatsächlich der Wahrheit entspricht.
In der Gegenwart ereignet sich weitaus weniger, als in den zahlreichen Flashbacks, die gut und gerne ein Drittel des Filmes einnehmen. Im Hier und Jetzt läuft der Film schleppend, hat derart wenig Schwung, dass er trotz seiner Thriller-Handlung nicht in dieses Genre einzusortieren ist.
"Des Teufels Advokat" erzählt eine tendenziell interessante Geschichte, die leider sehr langsam und arm an Höhepunkten inszeniert wurde. Es ist zwar nett anzusehen, wenn der vorzügliche John Mills der obskuren Heiligen-Geschichte in der schönen Landschaft Süditaliens nachgeht, aber leider passiert einfach zu wenig.

Fazit: 55 %

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