9. November 2014

Alles inklusive

© Constantin

Regie: Doris Dörrie
Land / Jahr: Deutschland 2014












Apple (Nadja Uhl) leider immer noch unter der chaotischen Kindheit, die sie mit ihre Hippie-Mutter Ingrid (Hannelore Elsner) verbracht hat. Sie findet keinen Mann und ist stets auf der Suche nach der wahren Liebe. Ihre Mutter Ingrid lebt unterdessen von ihrer kleinen Rente in einem Hotel auf Mallorca. Doch dort ist nichts so, wie es noch in ihrer Hippie-Zeit war.
Regisseurin Doris Dörrie erzählt eine ihrer typischen Frauen-Geschichten, die dieses Mal ein Stück weiter von der Realität entfernt ist als ihre letzteren beiden Werke "Glück" und "Die Friseuse". Die beiden Erzählstränge von Mutter und Tochter laufen dabei zu lange nebeneinander her, ohne dass sie ernsthaften Einfluss aufeinander nehmen.
Dabei ist der Handlungsstrang um Mutter Ingrid der interessantere. Weniger ihre Hippie-Vergangenheit, sondern eher ihr Aufeinandertreffen mit dem Krankenpfleger Helmut (Axel Prahl), der Transe Tina (Hinnerk Schönemann) und dem flüchtigen Afrikaner (Elton Price) können unterhalten. Dies ist ungewöhnlicher als Apples eher langweiliges Liebesleben, wenngleich auch die Episode um den Flüchtling keine Bedeutung für die Handlung hat.
Insgesamt ist "Alles inklusive" einfach viel zu lang. Dabei hätte Dörrie sowohl die Möglichkeit gehabt irrelevante Nebenhandlungsstränge wie den Flüchtling komplett rausschneiden zu können oder aber auch dem Film durch schnellere Schnitte ein wenigstens etwas höheres Tempo zu verleihen.
Am Ende treffen dann Mutter und Tochter doch noch aufeinander und können gemeinsam die Vergangenheit bewältigen. Davor dümpelt der Film in seinen gänzlich unromantischen, kalten Urlaubsbildern vor sich hin und zieht sich etwas in die Länge. 20 Minuten weniger hätten "Alles inklusive" einen Großteil seiner Trägheit nehmen können.

Fazit: 55 %

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