11. November 2014

Annabelle

© Warner

Regie: John R. Leonetti
Land / Jahr: USA 2014












Die werdenden Eltern John (Ward Horton) und Mia (Annabelle Wallis) ziehen nach einem Satanistenangriff in ein Hochhaus. Doch dort sind sie jedoch ebenfalls nicht vor übernatürlichen Geschehnissen sicher, die von der unheimlichen Puppe Annabelle auszugehen scheinen.
Dieses Spin-off des Horrorschockers "The Conjuring" bedient sich der "Annabelle"-Puppe, die im Museum für Okkultes des Dämonologen-Ehepaars Warren ausgestellt ist. Im Vergleich zum Original wurde die Film-Annabelle ordentlich aufgepeppt. Sie sieht weniger "niedlich" und viel menschlicher aus.
Das ändert aber nichts daran, dass die Puppe selbst einen sehr untergeordnete Rolle in dem Horrorschocker spielt. Sie selbst ist nie in Bewegung, scheint andere Dinge nur zu bewegen und magische Fähigkeiten zu haben. Im Gegensatz zu anderen Horrorfilm-Puppen.
So musste das große Vorbild Chucky, aus dem gleichnamigen 80er-Schocker "Chucky - Die Mörderpuppe" noch selbst körperlich aktiv werden und auch die Bauchredner-Puppe aus James Wans "Dead Silence" war wesentlich lebendiger.
Dass James Wan hier aber nicht persönlich auf dem Regiestuhl saß, merkt man schnell. Denn "Annabelle" ist bis auf einzelne wirklich erschreckende Szenen nicht besonders düster geraten. Nur selten fürchtet man um die Leben der Hauptfiguren. Tiefpunkt dieses schwachen Horrorfilms ist das Finale. Die Märtyreraktion ist absolut lachhaft und nicht nachvollziehbar. Selten wurde ein Horrorfilm mit einem derart seichten Ende versehen. Da wäre problemlos mehr drin gewesen.
"Annabelle" löste in den französischen Kinos Publikumsausschreitungen aus. Das wird aber nicht an dem Film selbst gelegen haben, dafür ist er weder qualitativ gelungen noch richtig gruselig. Kein Wunder, denn Regisseur John R. Leonetti verbrach schon "Mortal Kombat 2 - Annihilation" und die Direct-to-Video-Produktion "The Butterfly Effect 2". Wer Lust auf Puppenhorror hat, der sollte sich lieber James Wans "Dead Silence" angucken. "Annebelle" ist qualitativ unbefriedigend.

Fazit: 35 %

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