29. November 2014

Big Bad Wolves

© Constantin

Regie: Aaron Keshales, Navot Papushado
Land / Jahr: Israel 2013












Ein kleines Mädchen wird geschändet und enthauptet aufgefunden. Als Tatverdächtiger gerät der Lehrer Dror (Rotem Keinan) ins Visier der Ermittler. Gemeinsam mit Gidi (Tzahi Grad), dem Vater eines der getöteten Mädchen, will der Polizist Micki (Lior Ashkenazi) die Wahrheit aus Dror kriegen und den Fall lösen.
Hochgelobt von Meisterregisseur Quentin Tarantino ging "Big Bad Wolves" mit jeder Menge Vorschusslorbeeren ins Rennen. Während Tarantino bei seinen Filmes stets ein verdammt gutes Händchen beweist, so ist sein Urteil bei vielen anderen Werken nicht gerade ein Qualitätsmesser. Richtig daneben gegriffen hat der Trashkönig mit dem israelischen Rachethriller "Big Bad Wolves".
Das Regie-Duo Aaron Keshales und Navot Papushado präsentiert einen gnadenlosen Selbstjustiz-Thriller, den sie mit ein paar lustigen Momenten anreichern. Aber leider gelingt ihnen nicht die zugegeben äußerst schwierige Gradwanderung den Zuschauer zum Lachen zu bringen, wenn gleichzeitig kleine Mädchen gequält und Unschuldige gefoltert werden. Allein der Gedanke aus diesem Thema eine schwarze Komödie zu machen bedarf eines genialen Drehbuchs und gekonnter Regie.
Einzig gelungen ist die Frage, ob Lehrer Dror tatsächlich zu Unrecht gequält wird oder ob er etwas mit den Mädchenmorden zu tun hat. In der zweiten Hälfte des Filmes muss er nämlich eine Menge Brutalitäten über sich ergehen lassen. Ihm werden die Hände mit einem Hammer zertrümmert, man hält ihm die Flamme eines Bunsenbrenners auf die Brust und einiges mehr.
"Big Bad Wolves" ist ein geschmackloser Versuch ein sehr pikantes Thema auf eine tarantinoesque Art auf die Leinwand zu bringen. Wäre da nicht die Frage nach Schuld oder Unschuld des Lehrers, würde dem Rache-Thriller jeglicher Reiz fehlen. "Big Bad Wolves" ist weder spannend noch lustig - Weil die beiden Regisseure es einfach nicht können.

Fazit: 30 %

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