24. November 2014

Dead Snow - Red vs. Dead

© Splendid

Regie: Tommy Wirkola
Land / Jahr: Norwegen, Island 2014












Martin (Vegar Hoel) hat den Nazi-Zombies ihr Gold zurückgegeben und konnte entfliehen. Als ihm jedoch bei einem Autounfall der Arm amputiert und der des Ober-Nazi-Zombies Herzog (Orjan Gamst) angenäht wird, hat Martin plötzlich übermenschliche Kräfte. Um die untote Faschisten-Armee endgültig zu besiegen, will er mittels des neuen Armes tote Kommunisten zum Leben erwecken.
Der erste Teil war für den Norweger Tommy Wirkola das Sprungbrett nach Hollywood. Er dreht den mäßigen Märchen-Actioner "Hänsel und Gretel: Hexenjäger". Wieder zurück in seiner Heimat darf Wirkola im Nachfolger von "Dead Snow" endlich wieder das machen, woran er am meisten Spaß hat: ungeniert Rummetzeln.
Und bei "Dead Snow - Red vs. Dead" geht es ordentlich zur Sache. Selbst die durchweg fröhliche Comedy-Atmosphäre konnten dem Film nicht zu einer gnädigeren Freigabe verhelfen. Dafür ist er Film viel zu oft viel zu blutig zu. Wäre dieser Nazi-Zombie-Film nicht so ironisch, dann hätte er höchstwahrscheinlich noch nicht einmal die 18er-Freigabe bekommen. Köpfe fliegen umher, Menschen werden entweidet und massenweise Gliedmaßen werden auf skurrilste Art und Weise abgetrennt.
Doch manchmal geht Wirkola auch einen Schritt zu weit. Es ist arg grenzwertig wenn auch Behinderte und Babys dran glauben müssen - ganz zu schweigen von der nekrophilen Romantik im Finale. Es sind keine verstörenden Szenen, da sie die Handlung aber nicht voran treiben, hätte Wirkola diese geschmacklichen Fehltritte getrost weglassen können.
"Dead Snow - Red vs. Dead" ist unter dem Strich kein lustloser Abklatsch von Teil eins. Wirkola erzählt seine Geschichte weiter und lässt sich jede Menge Absurditäten einfallen, die allerdings nicht immer gefallen können. Manches ist schon viel zu abgedreht. Außerdem ist der Nazi-Schocker völlig frei von jeglichen Gruselmomenten. Ein gelungener zweiter Teil, der als Party-Splatterfilm bestens funktioniert. An sein großes Vorbild "Braindead" kommt "Dead Snow - Red vs. Dead" allerdings keineswegs heran.

Fazit: 60 %

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