18. November 2014

Ein freudiges Ereignis

© Camino

Regie: Rémi Bezançon
Land / Jahr: Frankreich, Belgien 2011












Barbara Dray (Louise Bourgoin) und Nicolas Malle (Pio Marmaï) lernen sich kennen, verlieben sich ineinander. Ihr Glück erreicht den Höhepunkt, als sie ein Kind erwarten. Doch die romantischen Vorstellungen zerbrechen mit den Aufgaben und auch ihre Liebe scheint den elterlichen Pflichten nicht gewachsen zu sein.
"Ein freudiges Ereignis" beginnt als locker leichte Romanze und entwickelt sich immer mehr zum Drama. Dabei liegt es Regisseur Rémi Bezançon nicht daran ein melodramatisches Schreckensszenario zu erschaffen, sondern einfach nur die Probleme des Lebens mit einem Kind zu skizzieren. Besonders gelungen an "Ein freudiges Ereignis" ist aber, dass er sich nicht auf die Seite von einem der beiden oftmals streitenden Elternteile stellt und ihre Entscheidungen nicht auf billige Art und Weise kritisiert.
Um tiefer in die Materie einzugehen holt Bezançon dabei recht weit, aber nicht zu weit aus. Er beginnt seine Geschichte mit dem Kennenlernen und dem Verliebtsein seiner beiden Hauptfiguren. Aufgrund zahlreicher Ecken und Kanten der Protagonisten entwickelt der Zuschauer eine Sympathie für die beiden. Die Geschichte des Paares ist interessant und glaubwürdig, vor allem weil der Film sehr bodenständig ist.
"Ein freudiges Ereignis" ist eine Romanze, die nur selten zu kitschig und größtenteils lebensnah ist und dem Zuschauer in vielen Momenten den Spiegel vorhält. Großer Pluspunkt des Dramas sind die beiden Hauptdarsteller, die gut miteinander harmonieren. Eine gewisse Chemie zwischen ihnen ist nicht abzusprechen und geht auch auf den Zuschauer über. Ein schöner Pärchenfilm, der sich nur selten an den üblichen Klischees orientiert.

Fazit: 65 %

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