21. November 2014

Ich.darf.nicht.schlafen

© Splendid
Regie: Rowan Joffe
Land / Jahr: Großbritannien, Frankreich, Schweden 2014
Jeden Morgen wenn Christine (Nicole Kidman) aufwacht kann sie sich an nichts mehr erinnern, denn sie leidet unter einer schweren Amnesie. Täglich erklärt ihr Ehemann Ben (Colin Firth) ihr von dem blutigen Angriff, bei dem ihr Gedächtnis gelscht wurde. Mittels eines Videotagebuchs versucht Christine sich ihre Vergangenheit zusammenzubauen.
Zwei Oscarpreisträger in einem Psycho-Thriller, da kann man eigentlich nicht viel falsch machen - sollte man denken. Dass dem nicht so ist, beweist Regisseur Rowan Joffe. Er bringt den Bestseller von S.J. Watson auf die große Leinwand. Besonders erstaunlich daran ist: Es liegt nicht an der Inszenierung des Filmes, sondern an der sehr schwachen Geschichte. Diese Story ist nicht alá David Fincher geschickt konstruiert. Sie ist hingerotzt.
Suspense-Meister Alfred Hitchcock würde im Grabe rotieren. Denn "Ich.darf.nicht.schlafen" bietet genau eine einzige, wengleich auch gute, Wendung. Ein einziges Mal schafft es der Film zu überraschen, der Rest ist absehbar und spannungslos. Der Showdown am Ende ist lächerlich lahm. Die recht düstere Atmosphäre wird von der Spannung gänzlich im Stich gelassen.
Da wundert es auch nicht, dass Nicole Kidman nur die üblichen erschreckten Gesichter aufsetzt, die die Zuschauer schon in etlichen anderen Filmen bestaunen durfte. Und auch Stotter-König Colin Firth liefert, so wie die komplette namhafte Darstellerriege eine sehr überschaubare und unmotivierte Schauspielleistung ab.
In "Ich.darf.nicht.schlafen" passiert derart wenig, dass die Frage aufkommt, wie es Rowan Joffe möglich war ein derart schwaches Drehbuch aus dem Bestseller zu machen. Doch trotz der überschaubaren Handlung ist der Psycho-Trip allerdings keineswegs langweilig. Er ist schnell geschnitten und läuft nicht einmal 90 Minuten. Wer aber Lust auf einen Vergessen-Thriller hat, sollte lieber zu dem famosen "Memento" von Christopher Nolan greifen.

Fazit: 35 %

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