28. November 2014

Teenage Mutant Ninja Turtles

© Paramount

Regie: Jonathan Liebesmann
Land / Jahr: USA 2014












Der Footclan unter ihrem Anführer Shredder (Tohoru Masamune) will New York versklaven. Die Verbrecher haben ihre Rechnung aber nicht mit den Turtles gemacht, die mit Unterstützung der Journalistin April O´Neil (Megan Fox) für Recht und Ordnung in Big Apple sorgen.
125 Millionen Dollar kostete diese Realverfilmung der kultigen 80er-Zeichentrickserie - Produzent Michael Bay macht es möglich. Doch der Preis für das Budget ist hoch, denn den Einfluss des geschmacksverirrten Bay merkt man dem Schildkröten-Actioner leider in jeder Sekunde an. Optisch immer optimal ausgeleuchtet jagt eine alberne Actionszene die nächste.
Es wird rumgehüpft, kilometerlange Schneeberge runtergerutscht und natürlich dümmlich geprügelt. Auf einer Liste mit den zehn schlechtesten Szenen des Jahres wäre die Neuverfilmung der "Teenage Mutant Ninja Turtles" mit mindestens acht Beiträgen vertreten. Der Moment in dem die Schildkröten nach dem Rutschen in der Kanalisation stecken bleiben wäre eine solche Szene oder die Balanceaktion als Strafe von Meister Splinter, der die Turtles mit einer Pizza lockt. Die Liste der Peinlichkeiten ist enorm. So verprügelt Shredder in einer Szene Rafael und lässt ihn einfach in der Nähe der gefangenen anderen drei Turtles liegen. Dieser braucht dann nur aufzustehen und die anderen zu befreien. Das ist extrem intelligenzfrei.
Ebenfalls keine gute Entscheidung: Regisseur Jonathan Liebesmann hat aus den vier sympathischen Reptilien schwarze Rapper im Schildkrötenkostüm gemacht. Sie sind nicht mehr die unschuldig-naiven Teenager, sondern pseudocoole und unbesiegbare Schläger, die sich über aufgemotzte Autos freuen.
Nach den drollig-trashigen ersten drei Turtles-Kinofilmen und einer überflüssigen CGI-Variante schafft es Produzent Michael Bay mit Leichtigkeit die schlechteste Version abzuliefern. Dumme Dialoge, die eigentlich nur aus One-Linern bestehen, lächerlich übertriebene Actionszenen und eine zwar schlichte, aber dennoch viel zu oft unlogische Story machen Bays "Turtles" aus. Es geht zwar nicht so nervtötend zu wie in den "Transformers"-Filmen, aber weit davon entfernt sind die "Teenage Mutant Ninja Turtles" nicht.

Fazit: 35 %

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