23. November 2014

Tribute von Panem, Die - Mockingjay: Teil 1

© StudioCanal
Regie: Francis Lawrence
Land / Jahr: USA 2014












Katniss (Jennifer Lawrence) hat mit der Zerstörung der Hungerspiele eine Revolution losgetreten. Jetzt soll sie in Propaganda-Clips zum Gesicht der Aufstände gegen Präsident Snow (Donald Sutherland) werden. Im Gegenzug für ihre Dienste fordert sie die Befreiung von Peeta (Josh Hutcherson).
Die Aufteilung des dritten "Panem"-Buches in zwei Filme hat nur einen einzigen Grund: Geld scheffeln. Doch die Vorlage bietet gar nicht genügend Handlung, um eine vierstündige Adaption zu rechtfertigen. Das wird in der ersten Hälfte des dritten Teiles überdeutlich.
Einerseits kann die Geschichte nicht überzeugen. Katniss Hauptanliegen ist die Befreiung von Peeta, was aber am Ende schnell abgefrühstückt wird. Da fragt man sich, warum vorher derart viel Aufhebens darum gemacht wurde. Andererseits sind auch die Actionszenen nichts Besonderes. Sie sehen zwar nett aus und wirken auch nicht albern, aber bis auf ein paar Schauwerte gibt es nichts wirklich Spektakuläres zu bestaunen.
Beglückwünschen kann man Regisseur Francis Lawrence aber zu der sehr pietätvollen Entscheidung nur das schon gedrehte Material des verstorbenen Philip Seymour Hoffman genutzt zu haben. Was noch nicht gedreht wurde, hat man umgeschrieben. Lawrence hat sich bewusst gegen Leichenfledderei wie in "Fast and Furious 7" entschieden, mit dem verstorbenen Paul Walker als Computeranimation.
Die erste Hälfte des Spotttölpel-Teils kann nicht derart gefallen wie noch der zweite "Panem"-Film. Es gibt keine Hungerspiele mehr, die Revolution plätschert vor sich hin und ein paar Längen offenbaren, dass die Geschichte hier gestreckt wurde. "Mockingjay: Teil 1" ist zwar qualitativ gelungen, aber unnötig aufgeblasen.

Fazit: 65 %

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