21. Dezember 2014

Bros before Hos

© EuroVideo

Regie: Steffen Hars, Flip Van der Kuil
Land / Jahr: Niederlande 2013












Die beiden Brüder Jules (Daniel Arends) und Max (Tim Haars) haben sich einen Eid geschworen: Freundschaft zwischen den Jungs geht immer vor. Reihenweise legen sie Frauen flach, doch als Jules sich immer öfter mit Anna (Sylvia Hoeks) trifft und Max sich dann auch noch in sie verliebt, wird alles kompliziert.
Zwei unterirdisch geschmacklose und dumme "New Kids"-Filme haben die beiden Regisseure Steffen Hars und Flip Van der Kuil auf die Leinwand gebracht, dann war es schon vorbei mit dem schnellen Kult. Umso mehr überrascht dann doch ihr Film "Bros before Hos", mit dem sie qualitativ einen großen Sprung nach vorne machen.
Doch natürlich muss man sich darauf einstellen, dass auch "Bros before Hos" ziemlich derbe Geschmacklosigkeiten bietet. Es wird gelegentlich gekotzt, Schläge und Tritte in die Weichteile sind an der Tagesordnung und Behindertenwitze gehören zum Standardrepertoire, aber dem Film kann dennoch ein gewisser Charme nicht abgesprochen werden. Man merkt den beiden Viel-Fickern Jules und Max an mehreren Stellen an, dass sie eigentlich ein gutes Herz haben.
Was man den beiden Regisseuren ebenso anmerkt: Sie haben ein großes Herz für Filme. Vollversager Max arbeitet in einer Videothek und mag als 30-Jähriger alles, was in den späten 80ern cool gewesen ist. Allein die Nintendo-Pistole auf dem Cover macht das Faible deutlich, viele kleine Andeutungen im Film werden immer wieder kredenzt, ohne sich aufzudrängen.
Die eigentliche Story ist aber genauso pseudo-romantisch und kitschig wie auch in amerikanischen Filmen. Den Unterschied machen lediglich die Figuren - vor allem Anna. Die hübsche Sylvia Hoeks spielt ist Rolle der unkonventionellen Traumfrau wirklich toll und ist ein guter Gegenpart zu den beiden Möchtegern-Gangstern.
"Bros before Hos" ist wesentlich gelungener als die beiden "New Kids"-Filme, die FSK-16-Freigabe hat er sich dennoch redlich verdient. Auch weil in der ein oder anderen Szene auch gerne Genitalien gezeigt werden. Ein Feuerwerk des guten Geschmacks ist diese untypische Liebes-Komödie definitiv nicht. Von dem Sack voller Gags zünden auch nur ein paar, aber das ist dennoch besser als bei den meisten Ami-Filmen dieses Subgenres.

Fazit: 40 %

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