6. Dezember 2014

Draft Day

© Concorde

Regie: Ivan Reitman
Land / Jahr: USA 2014












Es ist Draft Day und NFL-Team-Manager Sonny Weaver Jr. (Kevin Costner) kann für seinen Verein, die Cleveland Browns, einen Superdeal abschließen: Seine drei Erstrundenpicks der nächsten drei Jahre muss er zwar opfern, dafür darf er dieses Jahr als erster ran. Während allen klar ist, dass er sich einen hochgehandelten Star-Quaterback schnappen wird, zweifelt Sonny Jr. an dem Topspieler.

Überdosis Klischees
Draft Day, das ist für amerikanische Sportfans wie Weihnachten. Und wer sich zuerst ein Geschenk aussuchen darf, der nimmt sich natürlich das tollste. Als Costnes verzweifelter Manager Sonny Weaver Jr. diese Möglichkeit bekommt, versucht er schlauer zu sein als alle anderen. Und um es richtig spannend zu machen, bleibt ihm dafür lediglich ein halber Tag.
Und als wäre das noch nicht genug hat Sonny Jr. noch jede Menge anderer Probleme: Sein Vater, der Star-Trainer der Browns, den er vor einem Jahr gefeuert hat, ist vergangene Woche gestorben und seine Affäre Ali (Jennifer Garner) ist schwanger. Dabei hätte es gar nicht dieser erzwungenen Schwierigkeiten bedarft, doch leider muss es das ganze Hollywood-Klischeepaket sein.

Miese Deals am Telefon
Wenn Ivan Reitman, der eigentlich nur für Komödien ("Ghostbusters", "Evolution", "Junior") bekannt ist, sich allerdings nicht um das ganze Drumherum, sondern um Sonnys Tätigkeit als Teammanager kümmert, dann wird es recht interessant. Sein Alltag besteht daraus andere NFL-Manager per Telefon zu miesen Deals zu überreden und nebenbei noch Spieler zu durchschauen. Schließlich will er nicht nach dem Draft als Obertrottel dastehen.
"Draft Day" ist wie eine nette Disney-Umsetzung eines der spannensten Tage jeder NFL-Saison. Reitmans hektische Split-Screen-Variation ist ein technischer Fehlgriff. Gegen diesen Inszenierungs-Mangel kommt es jedoch sehr gut, dass sich in diesem Football-Film einige Größen des Sports selbst spielen, wie zum Beispiel NFL Commissioner Roger Goodell. Insgesamt ist "Draft Day" kurzweilig und unterhaltsam, ohne auch nur eine wirklich gute Szene zu bieten. Was jedoch nervt: Costners Figur ist natürlich ein besserer Manager als alle anderen zusammen. NFL im Disney-Format.

Fazit: 50 %

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