28. Dezember 2014

Hobbit, Der: Die Schlacht der fünf Heere

© Warner

Regie: Peter Jackson
Land / Jahr: USA, Neuseeland 2014












Mit einem Jahrhundertschuss holt Bard (Luke Evans) den todbringenden Drachen Smaug vom Himmel. Doch die Freude ist nicht lang, denn sowohl die nun obdachlosen Menschen als auch die Dunkelelben machen sich mit einer Armee auf zum Berg, um sich einen Teil des Zwergen-Schatzes zu holen. Doch der vom Reichtum besessene Oberzwerg Thorin (Richard Armitage) will nichts von seinem Schatz abgeben.
Diese 144 Minuten des Schlachtenepos repräsentieren nun die letzten 100 Seiten in dem Kinderbuch von Tolkien. Teil Eins bot noch neben ein paar nerivgen Singszenen jede Menge schöner Momente, mit Teil 2 fand Jackson fast schon zu alter Rinstärke zurück. Teil 3 geht einen anderen Weg.
In "Die Schlacht der fünf Heere" wird nicht gesungen. Gott sei Dank. Doch so schön atmosphärisch wie "Smaugs Einöde" ist der Film auch keineswegs geraten. Das Hauptaugenmerk liegen diesmal auf einer epischen Schlacht, die die komplette zweite Hälfte des Filmes einnimmt. Doch dabei ist sie weniger atmosphärisch als die verregnete Schlacht in der Nacht um Helms Klamm in "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" und auch weniger mitreißend als die finale Schlacht um Mittelerde in "Die Rückkehr des Königs". Hier geht es vor allem um jede Menge Action.
Glücklicherweise wird es dabei nur ganz selten lächerlich. Bei allem Spektakel versteht Jackson es ganz gut, dass nicht allzu viel Schwachsinn passiert. Wenn Legolas aber beispielsweise über fallende Steine springt, mutet dass schon ein bisschen wie in Nintendos Spiele-Hit "Super Mario Bros." an.
Obwohl "Die Schlacht der fünf Heere" nochmal 15 Minuten kürzer ist als "Smaugs Einöde", der vormals der kürzeste Film der Reihe war, wäre hier noch einiges rauszuschneiden gewesen. Diesem finalen "Hobbit" merkt man die Streckung am deutlichsten an. Material für zwei Filme gibt das Buch vielleicht noch her. Bei dreien wird es aber arg dünn.
Bei allem Makel und der Tatsache, dass es sich um den schlechtesten Mittelerde-Film von Peter Jackson handelt ist "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" aber dennoch einer der besten Blockbuster des Jahres 2014. Das hat der einerseits seinen Vorgängern, andererseits dem visiönären Peter Jackson zu verdanken. Wunderbare Figuren, schöne Bilder und jede Menge Charme übertrumpfen dann doch das dumpfe, überlange Spektakel.

Fazit: 80 %

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