2. Dezember 2014

Katakomben

© UPI

Regie: John Erick Dowdle
Land / Jahr: USA 2014












Die renommierte Archäologin Scarlett Marlowe (Perdita Weeks) ist einem ganz großen Rätsel der Menschheit auf der Spur: In den Katakomben, die unter Paris verlaufen, vermutet sie den Stein der Weisen. Mit ein paar ortskundigen Führern macht sie sich auf den Weg in die düsteren Gänge unter der Metropole.
"Katakomben" fängt verheißungsvoll an, als man Scarlett auf eine spannende Reliquienjagd im Iran begleiten darf. Sie setzt ihr Leben ein und findet mehr als sie erwartet hätte: Einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des sagenhaften Stein der Weisen. Das Relikt, das unedle Metalle in Gold verwandeln kann, soll sich unter in, beziehungsweise unter Paris befinden.
Doch sobald sich Artefaktjägerin Diana Jones mit ihren Begleitern auf in die Katakomben unter der französischen Hauptstadt macht, verliert der Film an Qualität. Die Geschehnisse werden immer unerklärlicher, billiger Grusel ohne Hirn macht sich breit. Hier und da ein paar kleine Schockeffekte, aber nichts was aufeinander aufbaut.
"Katakomben" erinnert ein wenig an den deutschen Horrorfilm "Iron Doors", der ebenso interessant begann und sich immer mehr im Absurden verlief. Nie wird auch nur annähernd klar, wer oder was aus welchem Grund der Gruppe den Abstieg in die Dunkelheit erschwert. Die Auflösung ist ebenso unbefriedigend wie der Rest des Films.
Was bleibt ist ein wenig einfallsreicher Horrortrip, der trotz günstiger Voraussetzungen nur sehr bedingt eine düstere Atmosphäre aufbauen kann. Der Grusel wird leichtfertig gegen eine Handvoll billige Schockmomente eingetauscht. "Katakomben" ist ein Horrorfilm zum Vergessen.

Fazit: 35 %

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